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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Fahrradmuseum Colnrade: Eine Oldtimer-Tour auf zwei Rädern

03.06.2019

Colnrade Vor zwei Jahren hatte Kai-Johannes „Wuzel“ Dey seinen Zweirad-Oldtimer der Marke „Delma“ aus dem Jahr 1905 schon voller Stolz präsentiert. Zur damaligen Oldtimer-Ausfahrt blieb das gute Stück noch im Fahrradmuseum an der Hauptstraße 55 in Colnrade zurück. Es war einfach noch nicht restauriert.

Anders am Samstag. Erneut trafen die Fans der alten Fahrradtechnik an der Hauptstraße bei „Wuzel“ nach und nach ein. Viele hatten die alten Klamotten aus dem Schrank geholt, um wie zu Omas und Opas Zeiten auf den zweirädrigen Raritäten durch den Nachmittag zu radeln. Der eine kam mit einem alten Klapprad, der andere oder die andere ganz ohne fahrbaren Zweiraduntersatz. Kein Problem, denn im Fahrradmuseum hat der Colnrader mittlerweile 30 restaurierte Räder aus der guten alten Zeit meist fahrbereit stehen. Auf diesen Fundus konnte zurückgegriffen werden.

Kai-Johannes Dey hatte die letzten Monate genutzt und sein Delma-Rad wieder straßentauglich gemacht. Ballonreifen zieren den alten Rahmen, eine Gangschaltung wurde angebaut, sonst aber ganz auf den Originalzustand geachtet. Immerhin stammt das „Delma“ aus einem Familienbesitz in Brake. Der Vater hatte es an den Sohn vermacht und dieser im Alter von 92 Jahren jetzt an den Sammler, Heger und Pfleger alter Fahrradkultur, Kai-Johannes Dey aus Colnrade.

Die Liebe zum Detail alter Fahrräder stand am Samstag ganz im Zeichen der Ausfahrt. Immer wieder öffnete sich die sorgsam verschlossene Tür zum Innenhof des Fahrradmuseums in Colnrade, denn Elli, die Neufundländer-Hündin, sollte keinen unfreiwilligen Ausflug unternehmen. Auch nicht der Husky, der es sich ebenso im Teich „gemütlich“ machte. Willkommene Abkühlung angesichts des ersten richtig heißen Sommertages.

Bis dann die Zweiradliebhaber zu ihrer Oldtimer-Tour für jedermann auf den historischen Fahrrädern mit Baujahr vor 1970 starteten, standen Kuchen, Kaffee, Tee und andere Getränke im Vordergrund. Mit dabei waren viele bekannte Gesichter von den früheren Touren. Auch Jens Illgen aus Huntlosen war wieder nach Colnrade gefahren. „Er ist einer der ersten Teilnehmer“, hob Kai-Johannes hervor. Und er hat als Lehrer im Fach Werken an der Grundschule eine besondere Vorliebe für alte Technik. Diese alte Technik wertzuschätzen, steht für ihn an vorderster Stelle. „Früher wurde einfach solider gebaut. Dafür ging auch kaum etwas kaputt. Das finde ich gut. Selbst eine Fahrradklingel war damals mit kleinen Zahnrädern angetrieben. Kein Vergleich mit dem, was heute auf dem Markt ist.“ Was den Huntloser wirklich stört ist die Tatsache, dass man selbst einen Reifenschlauch nicht mehr flicken kann. „Den muss man dann einfach wegschmeißen.“

Zuhause in Huntlosen restauriert Jens Illgen gerade ein altes Miele-Rad. „Die Ersatzteilbesorgung ist oft schwierig und auch teuer. Selbst für ein original Rücklicht wird viel Geld verlangt. Es gibt eben nicht mehr viele davon.“ Für das Fahrradmuseum stiftete der begeisterte Techniker ein Schnittmodell von einem damals üblichen Dynamo, aber auch von einer Gangschaltung. Dinge, die die alte Technik veranschaulichen können.

Als alle Teilnehmer, rund 30 an der Zahl, eingetroffen waren, ging es an die Vorbereitungen zur Ausfahrt. Auch ein altes Tandem und ein Dreirad dienten als fahrbare Untersätze. Die Strecke führte die Fahrradbegeisterten nach Goldenstedt an den Hartensbergsee, wo kalte Getränke warteten. „Von dort werden wir im „Hunte-Delta‘ zurückradeln. Später gibt es hier dann auch noch eine Bratwurst und natürlich viele Gespräche über Räder, Technik und mehr“, meinte Dey und rief die Teilnehmer zur Abfahrt auf.

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