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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Beim Thema Ofen Feuer gefangen

10.03.2018

Colnrade Eigentlich sollte ein Kinderwohnheim entstehen, als Hanna und Julius Dauskardt 1978 von Harpstedt nach Colnrade zogen und hier mit der Grundsanierung des Hauses Dorfstr. 23 (heute Dorfstraße 12) begannen. Eigentlich. Doch als sie auf die Suche nach einem Heizobjekt für den zugigen Flur gingen, fingen sie Feuer für ein ganz anderes Thema. Was daraus in den folgenden 40 Jahren wurde, davon können sich Interessierte am Freitag, 16. März, bei einem Angebot des Harpstedter Gästeführerteams ein Bild machen: „Betriebsbesichtigung Ofenhaus Colnrade“.

Wo der Bremer Grundofen in Form kommt

Zur Besichtigung des Ofenhauses Colnrade lädt Gästeführerin Martina Möhlmann für Freitag, 16. März, ein. Los geht’s um 14 Uhr beim Ofenhaus, Dorfstr. 21 in 27243 Colnrade. Die Kosten betragen 3 Euro pro Person, Kinder bis einschließlich 14 Jahre sind frei. Anmeldungen nimmt Maren Jehlicka von der Samtgemeindeverwaltung im Harpstedter Amtshof unter Telefon   04244/8233 entgegen.

Zunächst zurück in die 70er Jahre. Die Dauskardts fanden damals das „richtige Heizobjekt“ bei einem Hersteller in Dänemark. Der suchte gerade einen Vertreter für Öfen in Norddeutschland – und so wurden die beiden studierten Pädagogen zu Fachleuten für wärmende Wohnkultur. 1981 gründeten sie das Ofenhaus Colnrade.

„Die Dänen waren damals bei der Entwicklung von Kaminöfen wesentlich weiter“, erklärte Björn Dauskardt als einer der beiden Söhne der Firmengründer die damalige Ausgangslage. Doch auch hierzulande sei in den 1970er und 80er Jahren die Nachfrage nach Öfen gestiegen – bedingt durch Energiekrisen und Ölpreiserhöhungen.

Dass immer mehr Menschen sich nach Öfen umschauten, hat für Björn Dauskardt, Jahrgang 1974, aber auch atmosphärische Gründe: „Gemütlichkeit krieg’ ich nicht, wenn ich nur die Heizung aufdrehe.“ Wohl aber, wenn man vor dem Kachelofen sitzt und das lodernde Feuer für eine innere Wärme und für tiefe Zufriedenheit sorge.

„Schon als kleine Kinder“ seien er und sein Bruder Ole (Jahrgang 1975) fasziniert von dem gewesen, was in den Räumen des Ofenhauses stattfand. Beide absolvierten später eine kaufmännische Ausbildung, Ole darüber hinaus eine Tischlerlehre, Björn eine Ausbildung zum Kachelofen- und Luftheizungsbauer. Das Ofensetzerhandwerk beinhalte Tätigkeiten aus mehreren Handwerken, erklärte Björn Dauskardt: „Man mauert, legt Fliesen, verputzt, arbeitet mit Metall, baut mittlerweile auch Stromkreise.“

Heute wird das Unternehmen von den beiden Brüdern geleitet. Ole Dauskardt zeichnet für die Ofenmanufaktur verantwortlich, also die individuell gestalteten Öfen, Björn Dauskardt für den klassischen Kaminofenbereich. An die 50 Mitarbeiter sind für das Ofenhaus tätig.

Bei der Betriebsbesichtigung in den heutigen Firmengebäuden Dorfstr. 16 und 21 werden die Teilnehmer auch sehen können, wie ein Ofen entsteht: In der Werkstatt wird der von Holger Ludwig entwickelte Bremer Grundofen produziert. 500 Stück wurden davon bislang gebaut.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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