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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Schützenverein: Damenabteilung inzwischen nicht mehr wegzudenken

11.08.2014

Bergedorf Der Tisch liegt voll mit Ordnern, Fotos und vergilbten Zeitungsausschnitten. Gemeinsam blättern Detlef Kupner, Gunda Meyer, Marion Spreen, Änne und Walter Stöver und ihre Töchter Martina Lehmkuhl und Sabine Köhler durch die Unterlagen. All diese Dokumente erzählen die Geschichte des Schützenvereins Bergedorf und seiner 123 Jahre alten Tradition.

Gegründet wurde der Verein 1891. Zunächst wurde auf einem provisorischen Schießstand auf der Hedenkampsheide geschossen. 1910 trat der Verein dem neu gegründeten Ganderkeseer Schützenbund bei, drei Jahre später wurde der erste Schießstand mit Schießhalle errichtet. Zwischen den Weltkriegen wuchs die Mitgliederzahl schnell an, bis 1940 die Schießhalle zum Gefangenen- und Flüchtlingslager umfunktioniert wurde. 1950 wurde der Verein neu gegründet, 1954 wurde die Schießhalle das erste Mal umgebaut. Eine Vergrößerung folgte 1964/65.

Das Jahr 1973 wurde zum Meilenstein in der Vereinsgeschichte. „Die Männer waren immer unterwegs und am Feiern, und wir Frauen wollten auch endlich!“, erzählt Änne Stöver grinsend – die Damenabteilung wurde gegründet. „Das war ein Aufruhr! Wir wurden Flintenweiber genannt“, so Stöver als Mitglied der ersten Stunde. Einige männliche Schützen drohten gar mit dem Vereinsaustritt. Das ist heute zum Glück anders. „Ohne uns hätten die keine Kuchen, keine Salate und nichts zu trinken – die brauchen uns“, sagt Marion Spreen, die seit Januar diesen Jahres 1. Damensprecherin ist.

Damen etabliert

Ein paar Jahre später war ein Vereinsbeitritt für den weiblichen Nachwuchs selbstverständlich. „Mit sechs Jahren musste ich noch auf der Palette stehen, um über die Brüstung schauen zu können“, erzählt Spreen. Die Jugendabteilungen spielen auch heute noch eine entscheidende Rolle. „Unsere Nachwuchsarbeit ist wirklich super, das müssen wir hier noch einmal loben“, betont Pressewartin Sabine Köhler. Zusätzlich zum regulären Übungsschießen findet einmal monatlich Freihandschießen statt. „Das zahlt sich jetzt auch aus“, so Spreen.

Den Grundstein für die Nachwuchsarbeit legte der langjährige Vorsitzende Benno Schröder, da sind sich Vorsitzender Detlef Kupner und sein Stellvertreter Walter Stöver einig. Kupner übernahm das Amt 2005 von Schröder und damit auch die Buchführung: Handschriftlich sind in mittlerweile vier Büchern alle Ereignisse, Wahlen und wichtigen Ergebnisse seit den 70er Jahren vermerkt. Walter Stöver ist bereits seit 19 Jahren der 2. Vorsitzende, und er darf auch gerne noch länger an Kupners Seite bleiben: „Die beiden passen super zusammen“, sagt Sabine Köhler.

Vorrangig sind aber nicht nur die Ergebnisse. „Wir haben immer Spaß zusammen, der Stress bleibt zuhause, und es wird viel geschnackt“, so Änne Stöver, und der Rest stimmt ihr zu. Einen großen Beitrag zum Vereinsleben leistet auch der Festausschuss, dem Martina Lehmkuhl schon seit 1991 angehört. „Wir machen die Deko und entwerfen ein Rahmenprogramm zum Schützenfest“. Dazu gehört auch seit vielen Jahren eine Mini-Playback-Show, die sich immer großer Beliebtheit erfreut.

Grundstück erworben

2005 wurde das Schießstand-Grundstück von Irmgard Grundmann gekauft. „Seitdem sind wir unabhängig, das ist ein echter Vorteil“, sagt Kupner. Beim Jahreshöhepunkt, dem Schützenfest, sei so alles dicht beieinander. Und während sich die Männer am Freitag vor dem Fest um den Stand und den Festplatz kümmern, feiern die Frauen ihren „Damentag“: „Das ist immer eine Riesenparty, egal wer Königin ist. Da wird viel gesungen und da hat kein Mann was zu suchen“, sagt Sabine Köhler schmunzelnd.

In diesem Jahr wird am letzten August-Wochenende gefeiert. Dann werden die Nachfolger für die Majestäten Dennis Düßmann und Tanja Steffen gesucht.

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