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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Schließung: Das Aus für die Huder „Give Box“

11.03.2017

Hude „Es sah regelmäßig aus wie in einer gruseligen Abstellkammer“, sagt Anja Peters vom Huder Kulturhof. Deshalb hat das Tausch- und Verschenkehaus auf dem Gelände des Kulturhofs jetzt endgültig seine Pforten geschlossen. Mit viel Herzblut und auch ehrenamtlichem Engagement war das Projekt Ostern vor zwei Jahren gestartet. „Es tut sehr weh, dass es so gekommen ist. Schade“, sagt Karin Eichler traurig.

Die Idee war, Dinge länger im Kreislauf zu halten, eben nicht alles gleich wegzuwerfen, wenn es noch gut erhalten ist und für andere noch einen Nutzen hat. Jeder hatte die Möglichkeit, etwas in die Regale zu stellen, was diesen Anforderungen entsprach. Auch konnte jeder zu den Öffnungszeiten Dinge kostenlos und anonym aus dem Häuschen mitnehmen. Ganz egal ob er sozial bedürftig war oder nicht. Entstanden war die Idee aus einem Projekt „Müllvermeidung & Recycling“.

Es gab auf einer Liste deutliche Hinweise, was abgestellt werden durfte und was nicht. Altkleider und Schuhe zum Beispiel nicht, weil es dafür die Kleiderkammer des DRK gibt. Doch gerade in der vergangenen Zeit lagen morgens fast täglich blaue Müllsäcke mit Altkleidern vor der Tür.

Auch wurden bei Nacht und Nebel Fernseher und andere elektrische Geräte draußen abgestellt. Selbst wenn die Geräte eventuell noch funktionierten: Ein Regenschauer in der Nacht – und sie waren nur noch Elektro-Schrott. Zu den Öffnungszeiten luden Leute auch schon mal schnell ein paar Kartons ab, oft mit Müll, anstatt nur brauchbare Sachen in die Regale zu ordnen, wie es eigentlich erwünscht war. Jeder sollte sich ein bisschen mitverantwortlich fühlen.

Alle Appelle nutzten nichts. Immer wieder wurde von den Helfern aufgeräumt, dabei gab es auch viel Unterstützung aus dem Kreis der Flüchtlinge. Das Haus wurde schon mal geschlossen, dann aber wieder geöffnet. In der Hoffnung, dass die Nutzer die Regeln beachten.

Endgültig riss der Geduldsfaden, als auch noch offene oder abgelaufene Lebensmittel unbeobachtet abgestellt wurden. „Nicht auszudenken, wenn Kinder solche Sachen essen“, so Anja Peters.

Die ständige Kontrolle, die oft nicht billige Entsorgung der Müllberge. „Wer soll das leisten?“ – So die Frage von Karin Eichler. Ihr Mann Wolfgang hat oft den Anhänger vollgeladen und zur Müllkippe gefahren. Auch jetzt steht noch eine Anhängerladung Elektro-Schrott bereit. Mit „gut gemeinten Spenden“ habe das nichts mehr zur tun, meint Anja Peters. Deshalb wurde vor zwei Wochen die „Give Box“ für immer geschlossen. Mittlerweile hat die illegale Müllentsorgung vor der Tür nachgelassen. Zumindest liegen nicht mehr täglich Müllsäcke vor der Hütte.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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