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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Klosterruine: Das Huder Juwel auffrischen

21.03.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-03-21T10:10:51Z 280 158

Klosterruine:
Das Huder Juwel auffrischen

Hude „Die Wiege von Hude“, wie es Bürgermeister Holger Lebedinzew nennt, liegt im Klosterbezirk. Die Reste des ehemaligen Zisterzienserklosters seien ein besonderes historisches Kleinod, auf das man mit Recht stolz sein könne, sagte Lebedinzew bei einem Gespräch mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag. Doch es bröckelt in den Resten des ab 1232 errichteten Gemäuers. Auch konzeptionell soll das Areal aufgewertet werden. Es gibt viel zu tun. Das kostet Geld.

Klosterfreunde, Eigentümerin Greta von Witzleben und die Gemeinde als Pächterin hoffen jedenfalls auch auf Unterstützung des Bundes, wenn es um den Erhalt und die Sicherung der Klosterruine sowie die Umsetzung des Museumskonzeptes geht.

Dass die Kommune das ganze Aufgabenpaket nicht allein leisten könne, stellte Abgeordnete Mittag fest. Sie war einer Einladung der Huder SPD zu dem Gespräch gefolgt. Und sie sagte zu, bei der Suche nach Fördermöglichkeiten zu helfen. Davon gebe es eine ganze Menge bei Land und Bund. „Die Gelder sind eigentlich da.“ Wie man wo und wofür etwas beantragen kann, das allerdings bedarf oft mühsamer Recherche. Von vielen Seiten gibt es mittlerweile die Bereitschaft, die Bemühungen zu unterstützen.

Großer Wert für Hude

„Dieses Juwel hat für Hude einen großen Wert“, betonte Wolfgang Schaller, Vorsitzender der Klosterfreunde. Das Areal wiederzubeleben und aufzufrischen, sei eine Aufgabe, die aber nicht für ein paar Euro zu machen sei. Die Klosterfreunde haben mit einer umfangreichen baulichen und konzeptionellen Bestandsaufnahme die Diskussion angeschoben. Erste Ideen für ein Museumskonzept wurden vom 2. Vorsitzenden Klaus Rademacher zu Papier gebracht.

„Wir wollen das Gelände erlebbar machen“, sagte Rademacher. Rundwege sollen die Besucher durch das gesamte Areal leiten, das sich einheitlich präsentieren soll und bekanntlich noch viel mehr an kulturellen und heimatgeschichtlichen Schätzen zu bieten hat als nur die Ruine.

Die Ruine selbst bedarf außerdem einer umfassenden Sanierung, gerade auch im Hinblick auf die Verkehrssicherung. Der frisch vorliegende Inspektionsbericht der Fachleute vom Monumentendienst jedenfalls sagt sehr deutlich, dass man unverzüglich darüber reden muss, ob es die freie Zugänglichkeit zu den uralten Fragmenten des Klosters noch geben kann. In einigen Bereichen bestehe Steinschlaggefahr. Die Fachleute sprechen sogar von einem „unkalkulierbaren Risiko“.

Teilbereiche sperren

Deshalb sollten besonders gefährdete Teilbereiche vorerst gesperrt werden, bis eine Sicherung absturzgefährdeter Bauteile erfolgt sei, wird geraten. Es zeichnet sich ab, dass auf Dauer eine Zugänglichkeit der Ruine nur noch über das Museum der Klosterfreunde mit Führung auf sicheren Wegen erfolgen kann. Ein Vorschlag, den Bürgermeister Lebedinzew unterstützt. Die Pläne und Kostenschätzungen für den Umbau mit Verlegung des Museumseingangs sind schon in Arbeit.

Sofortmaßnahmen

Was als Sofortmaßnahme zur Verkehrssicherung erforderlich ist, darüber müssen die Gemeinde als Pächterin der Ruine und die Familie von Witzleben als Eigentümerin noch beraten. „Wir müssen uns damit kurzfristig beschäftigen“, so der Bürgermeister.

Wenn’s nicht anders geht, müsste vielleicht zunächst ein Bauzaun das Betreten gefährdeter Bereiche unterbinden. Nicht gerade die schönste Lösung.

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