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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Den Regen einfach weggefeiert“

27.02.2017

Ganderkesee Die meisten Narren hatten offenbar geahnt, was auf sie zukommen würde: „In ganz Ganderkesee und Delmenhorst waren bis Sonnabend Regencapes ausverkauft“, wusste Ronalt Bachmann vom Umzugsteam der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) bei der Faschings-Nachlese am Sonntag im Schützenhof. Auf das Wetter beim Umzug hatten sich viele der knapp 4000 Teilnehmer also vorbereitet. Schade trotzdem, dass dadurch viele der bunten Kostüme und Uniformen unter Folie nur unzureichend zu sehen waren.

Unter dem Nieselregen litt erkennbar auch der Besuch beim Fasching um den Ring: „Es waren deutlich weniger Zuschauer als in den letzten Jahren“, gab Bachmann zu. Die Umzugsleitung ging am Sonntag dennoch von etwa 35 000 Menschen aus, die am Vortag im Ganderkeseer Ortskern versammelt waren – inklusive der 4000 Teilnehmer.

Vor allem diese Aktiven haben Ronalt Bachmann beeindruckt: „Die Leute in den Umzugsgruppen waren klatschnass, aber sie hatten trotzdem alle ein Lächeln im Gesicht – die haben den Regen einfach weggefeiert.“ Und sie seien schneller gelaufen – auch das offenbar eine Folge des Wetters.

Das bestätigte auch die Einsatzleitung der Polizei: „Wir konnten die Straßen früher wieder freigeben als im Vorjahr“, sagte Markus Voth, Leiter des Polizeikommissariats für den Landkreis in Wildeshausen. Um 17.45 Uhr sei der Prinzenwagen als Letzter von der Strecke gerollt, eine Stunde später konnten die Autos wieder durch Ganderkesee fahren.

Das lag laut Voth auch daran, dass sich weniger Scherben auf der Fahrbahn befanden. Vor allem die Urneburger Straße sei nicht so problematisch gewesen wie sonst. Die von der GGV ausgerufene Aktion „Glasfrei um den Ring“ zeigt offenbar erste Erfolge. Ein Brennpunkt bleibt aber der Parkplatz des Famila-Getränkemarktes, wo wieder besonders viele Flaschen zu Bruch gingen.

Einige Schnittverletzungen hatte deshalb auch wieder der Sanitätsdienst des Deutschen Roten Kreuzes zu versorgen. „18 Patienten mussten chirurgisch behandelt werden“, berichtete Andreas Strodthoff, 2. Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Ganderkesee. Insgesamt notierte das Rote Kreuz 130 Hilfeleistungen – darunter auch 18 alkoholbedingte Fälle. Acht Minderjährige seien stark alkoholisiert eingeliefert worden, so Strodthoff. Insgesamt seien die Zahlen für eine Großveranstaltung normal.

Das sah auch Markus Voth so. Rund 30 Straftaten seien der Polizei bis Sonntagmorgen gemeldet worden, wobei die Zahl der Körperverletzungen mit 18 etwas höher gewesen sei als im Vorjahr. Und was die „abstrakte Terrorgefahr“ bei Massenveranstaltungen angeht, so Voth, „ist unser Sicherheitskonzept voll aufgegangen.“ Polizisten mit Maschinenpistolen standen aber nur an den Zufahrtsstraßen. „Beim Umzug war davon nicht zu sehen“, betonte Voth.

Hergen Schelling
Agentur Schelling (Leitung)
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2741

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