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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Denkmal bleibt den Hudern erhalten

15.08.2014
NWZonline.de NWZonline 2015-07-21T14:04:19Z 280 158

Kunst:
Denkmal bleibt den Hudern erhalten

Hude Der „Erfinder des Bettes“ hat sich, weil er gar nicht mehr aufstehen will, die Ohren abgelegen. – Das war die Idee für die gleichnamige Skulptur, die der Huder Bildhauer Wolf E. Schultz vor gut 30 Jahren aus Holz geschaffen hat. Viele Jahre stand der Kopf ohne Ohren als Leihgabe es Künstlers auf einem Sockel an der Huder Parkstraße und gehörte zum Ortsbild. Der Zahn der Zeit nagte an der Skulptur. Sie wäre wohl schon bald in ihre Einzelteile zerfallen.

Anfassen erlaubt

Dass sie nun in neuem Glanz erstrahlt, solide in Bronze gegossen, ist dem Huder Firmenchef Andreas Otte zu verdanken. Vor dem neuen Sitz der K & O-Steuerberatungsgesellschaft an der Langenberger Straße schaut nun der „Erfinder des Bettes“ die Passanten an. Ein würdiges Plätzchen.

„Anfassen ist durchaus erlaubt“, sagte Künstler Wolf E. Schultz, nachdem am Donnerstagvormittag die Skulptur offiziell enthüllt worden war. Das gelte für alle seine Skulpturen. In einem aufwendigen Sandgussverfahren ist die Skulptur vom „Erfinder“ neu entstanden. Wolf E. Schultz hat die Wunden im alten, hölzernen Kopf mit Gips und anderen Materialien ausgefüllt. Dann wurde eine Gussform von dem alten Kunstwerk erstellt. Daraus entstand dann die neue Skulptur. Sie wird mehr als hundert Jahre halten, ist der Künstler überzeugt.

Insgesamt gibt es rund 50 Skulpturen im Klosterort, die von der großen Schaffenskraft des Künstlers zeugen. Einige von ihnen sind ebenfalls aus Holz und so langsam dem Verfall preisgegeben, insbesondere am Skulpturenufer.

Die Idee: Vielleicht können noch ein paar weitere Skulpturen mit Hilfe von privaten Sponsoren erhalten werden.

Wolf E. Schultz und sein Repräsentant Peter Paul Plambeck hoffen jedenfalls, dass das Beispiel des Huder Steuerberaters Andreas Otte vielleicht den einen oder anderen Nachahmer findet, damit noch mehr Skulpturen auf Dauer in Hude erhalten bleiben. „Die letzte Chance ist ein Abguss in Bronze“, so Plambeck.

Die letzte Chance

Eine Lösung zeichnet sich derweil für das Skulpturenhaus von Wolf E. Schultz ab. Im Klosterviertel, auf der Kegelbahn der Klosterschänke, könnte ein neuer Ausstellungsraum entstehen. Es gebe konkrete Gespräche mit Gastwirt Jens Burgdorf, hieß es am Donnerstag.

Wolf E. Schultz hat seine künstlerische Tätigkeit stark reduziert. Er macht jetzt das, was Spaß macht, ganz unter der Prämisse: „Es darf fertig werden, es muss aber nicht fertig werden“, wie er verrät. „Ich arbeite nicht mehr wie ein Besessener“, so Schulz. Der Fundus an Skulpturen ist allerdings riesig. Viele lagern noch bei Schultz und wurden der Öffentlichkeit noch nicht gezeigt, wie zum Beispiel mehr als ein Dutzend Skulpturen aus Ebenholz. Das soll sich mit der Ausstellungsmöglichkeit im Skulpturenhaus ändern, wenn es denn klappt.