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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kunst: Die Erinnerung an „den Dunklen“ verblasst nicht

12.02.2011

HUDE An Heinz Witte-Lenoir, Hudes berühmtesten Maler, erinnert künftig in seiner Heimatgemeinde nicht mehr nur ein Grabstein auf dem Friedhof der St. Elisabeth-Kirche. Auch im Huder Rathaus bleibt das Schaffen des Künstlers gegenwärtig – dafür sorgt Dr. Ulrich Wilke, der Heinz Witte-Lenoir (1880-1961) zu den herausragendsten Malerpersönlichkeiten des Oldenburger Landes zählt. Wilke übergab Bürgermeister Axel Jahnz am Freitag vier Reprints von ausgewählten Arbeiten des Künstlers als Schenkung an die Gemeinde.

Die Bilder zeigen das Oldenburger Schloss, eine Pariser Straßenszene, das Atelier von Witte-Lenoir in Indien sowie einen Frauenakt. Mit diesem Querschnitt wird auch ein Überblick über die verschiedenen Lebensepochen von Heinz Witte-Lenoir gegeben. Der am 17. Februar 1880 in Lintel geborene Künstler ging als 18-Jähriger, nachdem er in Löningen eine Eisenbahner-Lehre an den Nagel gehängt hatte, nach Paris. In den Jahren 1905 bis 1912 bekam er in Pariser Künstlerkreisen wegen seiner Malweise den Beinamen „Le Noir“ (der Schwarze/der Dunkle). Seine Bilder sind über die halbe Welt verstreut. Witte-Lenoir reiste viel, u. a. nach Indien, England, Holland und Südfrankreich.

Witte-Lenoir, so Wilke, gehört zur „verlorenen Generation“. Seine Bilder fielen 1933 unter die von den Nazis als „entartet“ gebrandmarkte Kunst – elf Jahre später, 1944, zerstörten Bomben und Feuer seine Berliner Wohnung, sein Atelier und den größten Teil seiner Werke. Nach diesem Verlust kehrte der Maler in seine Heimat zurück. Zuerst kam er bei Freunden in Löningen unter, seit 1946 lebte er in Hude. An seiner Seite half ihm seine Lebensgefährtin Tully Gladbach bei der Einrichtung seines neuen und zugleich letzten Ateliers – ein ehemaliger Hühnerstall an der Parkstraße in Sichtweite zur Klosterruine. Hier arbeitete Witte-Lenoir bis zu seinem Tod am 17. Februar 1961.

Bürgermeister Axel Jahnz dankte Ulrich Wilke, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Maler vor dem Vergessenwerden zu bewahren, für seinen Einsatz. Wilke, der von 1958 bis zum Tode von Witte-Lenoir sein behandelnder Arzt in Hude war, ist Herausgeber eines Werkverzeichnisses und hat aktuell eine Retrospektive an drei Standorten in Cloppenburg und Lohne organisiert.

Für eine am Mittwoch, 16. Februar, geplante Tour mit dem Huder „Heimatbus“ zu den Ausstellungen stehen nur noch wenige freie Plätze zur Verfügung. Abfahrt ist um 11 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Anmeldungen nimmt Paul-Heinz Pung unter Telefon   04408/ 326 entgegen.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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