• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Die Schützengilde müsste mir dankbar sein“

02.05.2017

Wildeshausen Hinter Paula Johannes liegt ein aufregendes Wochenende: Die Wildeshauserin feierte am Sonntag, 30. April, ihren 90. Geburtstag. Gemeinsam mit ihren gut 40 Gästen konnte sie auf ihr bewegtes Leben zurückblicken.

Geboren wurde sie 1927 als viertes von fünf Kindern. Mit ihren Eltern Hans und Rosa Schlüter lebte sie in Zwischenbrücken. „Wenn die Pielepoggen vom Rathaus zurückgekommen sind, gab es bei uns immer Berliner“, erinnerte sich die aufgeweckte Seniorin. Gerne denke sie an ihre behütete Kindheit zurück. Nach der Schule wollte die Jubilarin eine Lehre als Schneiderin beginnen. „Aber wie viele Frauen damals musste ich im Haushalt anpacken.“

1950 heiratete sie Tischlermeister Josef Johannes. Mit ihm bezog sie ein Eigenheim in der Ringstraße. „Hier hatten wir tolle Nachbarn. Mit den Frauen habe ich immer am Rosenmontag zusammen gefeiert. Da ging es lustig zu“, lacht die 90-Jährige. Auch mit ihren fünf Kindern habe sie immer Freude und Spaß gehabt. Während Tochter Doris und die Söhne Oswald, Vinzenz, Hermann und Thomas zur Schule oder in den Kindergarten gingen, stand sie an der Heißmangel in der Kleinen Straße. Auch nach dem Tod ihres Mannes 1983 hatte sie diese weiter betrieben.

Mit der Rente trat Paula Johannes in den Frauenverein Wildeshausen ein, in dem sie im Chor, in der Musikgruppe und in der Kartengruppe aktiv war. „Karten habe ich immer schon gerne gespielt, am liebsten Rommé. Und das Gitarrespielen habe ich erst spät gelernt – aber damit habe ich mir einen Traum erfüllt.“ Auch viele Reisen unternahm sie mit dem Frauenverein. Mal ging es in Städte, mal in den Schwarzwald oder den Harz. Zum 80. Geburtstag ist sie nach Lourdes in Südfrankreich gefahren.

Als gebürtige Wildeshauserin war die Frohnatur schon immer mit der Schützengilde verbunden. Ihre Söhne Oswald und Vinzenz waren 1968 und 1969 Kinderkönige, Hermann und Thomas waren 1994 gemeinsam Schaffer und Gildekönig. „Die Schützengilde müsste mir dankbar dafür sein, dass ich vier Söhne zur Welt gebracht habe“, schmunzelt sie. Auch in diesem Jahr wolle sie wieder am Gildefest teilnehmen: „Ich möchte so viel mitmachen wie möglich. Zum Seniorennachmittag möchte ich gehen und meinen Söhnen beim Ausmarschieren zuwinken.“

Mit ihrem bisherigen Leben ist Paula Johannes zufrieden: „Es ging immer bergauf und Jahr für Jahr konnten wir uns mehr leisten und unsere Wünsche erfüllen“, lacht sie und hofft auf noch weitere schöne Jahre.

Gloria Balthazaar
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.