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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Diese Kunst braucht viel Platz

04.04.2015

Dötlingen Julia Neulinger-Kahl hält ihr großformatiges Acrylbild in verschiedenen Winkeln ins Licht. Ehemann Andreas Neulinger schiebt die Strahler in der neu montierten Lichtschiene an der Decke an verschiedene Positionen, um eine optimale Ausleuchtung des Kunstwerkes seiner Frau auszuprobieren.

Was nach letzten Detailarbeiten aussieht, sind „nur“ vorbereitende Arbeiten für die Eröffnung des „Kunsthauses Dötlingen“ am 18. April, ab 11 Uhr, am Dorfring 12 in Dötlingen; denn noch haben die Handwerker das Wort. Julia Neulinger-Kahl wird an dieser Adresse künftig ihre Galerie mit Atelier betreiben. „Eine Ergänzung zu dem bereits vorhandenen kulturellen Angebot in Dötlingen“, sagt sie.

Alte Dötlinger werden beim Lesen der Adresse schnell wissen, in welchem Gebäude das „Kunsthaus“ mitten im Ort untergebracht ist. Der alte Dorfladen Schierenbeck hielt für so manchen Dötlinger süße Überraschungen, aber auch Möglichkeiten zum Versorgen mit dem täglichen Allerlei bereit. Dann schloss der Laden. Jahrelang passierte nichts. Das Gebäude stand zum Verkauf.

Kaum wiederzuerkennen ist der Hauskomplex heute. Nach längeren Umbauaktionen haben sich jetzt die Frei-schaffende Künstlerin Julia Neulinger-Kahl und Andreas Neulinger nicht nur einen Traum verwirklicht, sondern aus dem über 100 Jahre alten Bauwerk ein neues ortsbildprägendes Gebäude geschaffen.

„Das hier ist jetzt unsere neue Heimat“, so Andreas Neulinger, gebürtiger Oldenburger, der im Hauptberuf als Anästhesist im Krankenhaus Johanneum arbeitet. Die Familie wohnte zuvor in Bremen, bis sie das Objekt in Dötlingen fand und vor zwei Jahren kaufte.

In seiner Rolle als „Zeit-Handwerker“ fühlt sich Andreas Neulinger (50) sichtlich wohl. Er legt Schraubenzieher und anderes Werkzeug bei Seite und startet den Rundgang. „Das Obergeschoss benötigt noch einige Arbeitsstunden. Dort wollen wir wohnen.“ Zurzeit lebt die Familie, zu der auch Tochter Jette (11) zählt, im kleinen Nebengebäude.

Licht am Ende des Tunnels ist im ehemaligen Ladengeschäft zu sehen, wo die Galerie und das Atelier künftig ihren Platz haben. Hier hält Julia Neulinger-Kahl, sie stammt aus dem Weserbergland, die Fäden fest in der Hand.

Zurzeit leitet die 40-Jährige die Kunst AG der Grundschule Dötlingen. „Kinder von acht bis zehn Jahren sind mit Eifer bei der Sache, und es ist höchst interessant, was Kinder in Malereien sehen können“, erklärt die Wahl-Dötlingerin. Künftig möchte sie Malkurse für Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren in ihrem Atelier anbieten. Malzeit ist mittwochs von 15 bis 16.30 Uhr.

Zur abstrakten Malerei fand die gelernte Hebamme während der Mutterschaftszeit. Vor vier Jahren griff sie zu Pinsel und Acrylfarben. Die Ergebnisse sind großformatig, geprägt von intensiven Farbgegensätzen. „Ich brauche viel Platz und male aus dem Gefühl heraus. Daraus entstehen meine titellosen Arbeiten, die breiten Raum zum Interpretieren lassen.“

Das macht neugierig. Zur Eröffnung am 18. April wird Julia Neulinger-Kahl viele ihre Werke zeigen. Zudem werden Acryl-Stelen von „Viola“, so der Künstlername, zu sehen sein.


     www.kunsthaus-doetlingen.de 
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