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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Digitale Generation fotografiert drei Wochen analog

17.10.2015

Hatten /Oldenburg „Muss man da nicht irgendwo zurückspulen?“ fragt ein Schüler der Klasse 8d, als alle Bilder des Farbfilmes aufgenommen sind. Nur ganz vage Vorstellungen hatten die Schüler der Graf-Anton-Günther-Schule davon, was es bedeutet, analoge Fototechnik für eigene Aufnahmen zu nutzen.

Dies sollte sich in den vergangenen drei Wochen ändern: Begleitet von Kunstlehrerin Nina Gluth sowie den Kulturwissenschaftsstudentinnen Wiebke Schnarr und Viktoria von Pidoll (Hildesheim) setzten sie sich zunächst intensiv mit den analogen Porträtserien, die derzeit im Oldenburger Kunstverein ausgestellt sind, auseinander. Motiv, fotosprachliche Mittel und Anliegen der einzelnen Fotografen wurden genau unter die Lupe genommen. Einige Aufnahmen wurden als befremdlich, andere als faszinierend empfunden.

Aber – was heißt das eigentlich, mit einer analogen Kamera zu arbeiten – oder als Portraitierter zu sitzen und zu warten, bis der Fotograf alle Einstellungen an der Kamera manuell vorgenommen hat? Wie sich das anfühlt, konnten die Schüler gegen Ende des Projektes hautnah erleben – inspiriert von Aufnahmen von Thomas Ruff erstellten sie analoge Porträtaufnahmen voneinander: Jeweils ein Schüler stand hinter der Kamera und gab Anweisungen, wie das „Model“ den Kopf neigen, den Blick richten etc. sollte – hier wurde inszeniert, fokussiert und Schärfe bewusst verlagert, ganz wie die Profis es gezeigt hatten.

Ob der fotografische Blick der Schüler sich durch dieses Projekt verändert hat? „Auf alle Fälle – nicht nur das Verständnis für die Charakteristika analoger Fotografie mit ihren gestalterischen Möglichkeiten lässt die Schüler neue Sichtweisen einnehmen – auch die Erfahrung der begrenzten Anzahl an Aufnahmen fordert die bewusste Gestaltung einer jeden einzelnen gleichsam heraus“, kommentiert Gluth und ist zuversichtlich, dass die Schüler die gewonnenen Erkenntnisse auch in Zukunft in der digitalen Fotografie einsetzen werden.

Zu sehen sind die Schülerarbeiten noch bis Dienstag, 20. Oktober, im Kabinett des Oldenburger Kunstvereins, Damm 2a (geöffnet Di-Fr 14-18 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr). Die Ausstellung „Portrait“ im Kunstverein läuft bis zum 2. November und wird gefördert von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, LzO, Stadt Oldenburg und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

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