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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Sie macht nicht nur den Grünkohl fernsehreif

17.10.2018

Dingstede /Bad Zwischenahn /München Ein bisschen wie nach Hause kommen fühlt es sich für Miriam Reich an, wenn sie das Jagdhaus Eiden in Bad Zwischenahn betritt. Die 25-jährige gebürtige Dingstederin hat etwa vor zehn Jahren hier ihre Ausbildung zur Köchin begonnen. „Wenn ich jetzt mal hier bin, ist es total schön. Andererseits auch seltsam. Ich möchte mich eigentlich jedes Mal sofort umziehen und direkt mitkochen“, sagt sie lachend.

Show gemeinsam mit den Eltern schauen

Doch dieses Mal ist Miriam, die seit einigen Jahren als stellvertretende Küchenchefin in einer Weinbar in der Düsseldorfer Altstadt arbeitet, definitiv nur zu Besuch. Denn sie hat bei der Kochshow „The Taste“ von SAT.1 mitgemacht. Was daraus geworden ist, bleibt noch geheim – bis an diesem Mittwoch um 20.15 Uhr die zweite Sendung der diesjährigen Staffel ausgestrahlt wird. „Wir schauen zusammen mit meinen Eltern. Die wissen auch noch nicht, ob ich weitergekommen bin oder nicht“, sagt Miriam geheimnisvoll. Neben ihr steht ihr Freund, Dennis Glowacki – ebenso Koch. Er hat Miriam zum Casting begleitet, doch auch er lächelt nur und verrät nichts.

Stolz über Miriams Show-Teilnahme ist natürlich auch ihr ehemaliger Ausbildungsbetrieb. Den Küchenchef des Jagdhauses, Thomas Eilers (51), freut es sehr, dass Miriam in der Branche geblieben ist. „Ich finde es immer schön, wenn man später erfährt, was die Azubis inzwischen so machen“, sagt er und nickt anerkennend.

Traum vom Restaurant

Kochen ist schon viele Jahre Miriams Leidenschaft, ein eigenes Restaurant ihr Traum. „Doch das ist finanziell eine riesige Verantwortung. Ich habe Hemmungen vor der Verschuldung“, gibt die 25-Jährige zu. Mit ihrer Chefin in Düsseldorf, so sagt Miriam, spinnt sie manchmal ein wenig herum. Und die habe dann irgendwann mal gesagt: „Mach doch einfach bei dieser Kochshow mit. Die 50 000 Euro Siegesprämie wären ein gutes Startkapital.“

Gesagt getan: „Online habe ich den Bewerbungsbogen ausgefüllt und mich sehr gefreut, als ich nur ein paar Tage später zum Probekochen eingeladen wurde“, berichtet sie. Über 1000 Bewerber seien es gewesen, sie war in der engeren Auswahl und ist zu dem Test nach Köln gefahren. Das Thema: Liebe. „Ich habe gebackene Herzkirschen zubereitet und ein Ragout, mit den Zutaten einer Hochzeitssuppe“, erklärt sie fachmännisch. Ob sie aufgeregt war? „Ja, schon. Aber zu dem Zeitpunkt ging es tatsächlich noch. Später wurde es viel spannender“, erinnert sich Miriam zurück.

Probekochen in Köln

Später heißt, beim eigentlichen Casting. Zu diesem wurden nach dem Probekochen nur 40 Bewerber nach München eingeladen. Mit 50 Euro wurden die Kandidaten zum Einkaufen geschickt. „Das Gericht durften wir selbst auswählen. Als Kind des Oldenburger Landes gab es bei mir natürlich eine Variation aus Grünkohl“, sagt die Köchin.

Innerhalb von 60 Minuten musste sie dann in der ihr unbekannten Show-Küche alles zubereiten und auf vier Löffel anrichten: „Auf den Punkt, schön und heiß“, fasst Miriam resolut zusammen. Kosten durften von den Löffeln dann die Coaches beziehungsweise Jurymitglieder der sechsten Staffel: Cornelia Poletto, Alexander Herrmann, Frank Rosin und Roland Trettl.

Das Konzept von „The Taste“ gleicht ein bisschen dem von der Gesangsshow „The Voice of Germany“. Die Kandidaten müssen bei einer Blindverkostung die Juroren überzeugen, um weiterzukommen. Gelingt ihnen das, werden sie in das Team eines Coaches aufgenommen und unter dessen Aufsicht durch den weiteren Verlauf der Sendung geführt.

Neue Facetten

„Ich habe mich selbst von einer neuen Seite kennengelernt“, erzählt die Dingstederin. „Ich dachte immer, ich wäre den Druck gewohnt und ziemlich cool.“ Aber sie muss gestehen: „Das war der reinste Nervenkitzel.“ Sie meint vor allem die 90 Sekunden, in denen sie die vier Löffel für die Coaches anrichten sollte.

Auch ihr Begleiter Dennis hat das gespürt. „Ich war richtig fertig und nervös. Hoffentlich war’s letztlich nicht zu peinlich. Wir werden sehen, wie es dann im Fernsehen aussieht.“ Das erfahren Dennis, Miriam und ihre Eltern dann ab 20.15 Uhr. Und dann wissen auch alle Zuschauer, ob die Reise für Miriam weitergeht...

Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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