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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Interpreten treffen auf der Bühne den richtigen Ton

21.01.2019

Dingstede Um allzu Menschliches drehte sich am Wochenende im Dingsteder Krug das Kulturprogramm. Der bekannte Schauspieler und Regisseur Roland Heitz aus Sandkrug mag die Satiren von Ephraim Kishon seit seiner Jugend. Deshalb hatte er im vergangenen Jahr die Idee einer Lesung. Der Hatter Kultur- und Tourismusverein nahm den Ball auf und organisierte für den vergangenen Freitag eine musikalische Lesung in der Lounge des Dingsteder Krug.

Heitz begann mit der Lebensgeschichte von Kishon und las sodann das „Interview mit mir selbst“ aus dem Jahr 1974. Unter anderem rezitierte er aus dem Jahr 1967 „Die Nacht in der mein Haar ergraute“ und aus 1962 „Warten auf Nebenzahl“.

Es ist nicht einfach, bei Fremdtexten den richtigen Ton zu treffen. Roland Heitz gelang dieses Kunststück, genauso wie sein musikalischer Begleiter Johannes Cernota. Der Sandkruger umrahmte die Texte mit Stücken auf seinem Akkordeon. Zum guten Schluss brachte Heitz die wohl bekannteste Kishon-Satire „Der Blaumilchkanal“ aus den frühen 1950er Jahren dar, untermalt von den Klängen des Akkordeons. Das Publikum amüsierte sich köstlich und applaudierte lebhaft.

Ein Beispiel für die Vielschichtigkeit und große Abwechslung des Kulturprogramm im Dingsteder Krug gibt der Auftritt der Crosswalkers eine Woche zuvor. Beatles-Songs, wie man sie noch nie gehört hat, präsentierten die vier aus Osnabrück angereisten jungen Männer. Die Musiker kommen zum größten Teil aus Osnabrück, alle sind Absolventen der dortigen Musikhochschule. Dieser biografische Background verbindet Gitarrist Chato Segerer, Bassist Benjamin Gutzeit, Drummer Benjamin Keil und Keyboard Kirill Vorwald.

Die Band spielte „I feel fine“ als Bossa nova; das war anfangs gewöhnungsbedürftig, begeisterte dann aber doch. Unterschiedliche Tempi, immer wieder mit eigenen Interpretationen, das Ganze mit viel Lust an den Instrumenten vorgetragen, machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis.

Gesungen wurde auf der Bühne übrigens nicht, wohl aber immer wieder im Publikum, kaum dass der Song erkannt wurde.

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