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Aktualisiert vor 11 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Fotos, die Frauen Mut machen sollen

08.09.2018

Dingstede Es fing 2011 damit an, dass Peggy Wentzek an Krebs erkrankte. Sie selbst suchte Hilfe bei der Bremer Krebsgesellschaft und fand sie: „Marie Rösler, die die Krebsgesellschaft leitet, leistet einfach wunderbare Arbeit“, ist Peggy Wentzek noch heute dankbar für den damaligen Kontakt. Nachdem es ihr besser ging, kam ihr eine Idee. „Ich habe so viele Betroffene kennengelernt, die so inspirierend waren. Ich wollte gern ein Projekt machen“, erinnert sie sich zurück. Immer wieder sei ihr in Gesprächen ein großes Thema begegnet: Wie wandelt sich das eigene Selbstbild ohne Haare?

Marie Rösler sprach also die Fotokünstlerin Claudia Cruz an, weil sie durch eine eigene Krankheitserfahrung zu dem Projekt passte. „Ich saß mit ihr und Senta Bonneval zusammen. Wir haben die Idee immer weiterentwickelt“, erzählt Wentzek rückblickend.

Senta Bonneval leitet für die Bremer Krebsgesellschaft die Schreibwerkstatt, in der sich Betroffene kreativ ausprobieren können.

„Wir haben unglaublich schnell Frauen für das Projekt gewinnen können, die bereit waren, sich fotografieren zu lassen“, sagt Wentzek. Es sei ihr zu Beginn nur darum gegangen, das Thema Schönheit, Make-up und Haare bei krebserkrankten Frauen in den Vordergrund zu stellen. „Die Bilder sollten zuerst nur für die Frauen selbst sein. Als Ermutigung und als Zeichen, dass man auch unter einer Krebserkrankung oder während einer Chemotherapie schön sein kann.“ Deshalb wurde auch der Titel passend gewählt: „Schau mich an.“

Positive Rückmeldungen

Dann entwickelte das Foto-Projekt eine Eigendynamik. „Die Frauen lernten sich beim Fotoshooting kennen, identifizierten sich mit dem Projekt und entschlossen sich, die Fotos einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen: Gegen das Tabu, das Krebs immer noch umgibt“, berichtet Peggy Wentzek nicht ohne Stolz.

Die daraus resultierende Ausstellung sei vor allem möglich geworden durch Gabriele Strangemann aus dem Kuratorium der Bremer Krebsgesellschaft. Strangemann betreibt eine Parfümerie und hat Visagisten und einen Raum samt Catering für ein Shooting – inzwischen das dritte – zur Verfügung gestellt. „Ich selbst habe an meinem Geburtstag noch Geld gesammelt, um Perücken und andere Ausstattung für die Shootings bezahlen zu können“, beschreibt Wentzek.

Von den fotografierten Frauen gab es bislang beeindruckende, berührend emotionale und durchweg positive Rückmeldungen. „Viele der Frauen kamen morgens an, waren verschüchtert, still, klein. Und sie gingen nach dem Shooting strahlend. Einfach ein ganz tolles Gefühl“, sagt auch Wentzek strahlend. Vor allem den Austausch untereinander habe sie als sehr wertvoll empfunden.

Jetzt der nächste Schritt: Aus den vorhandenen Fotos soll ein gedruckter Bildband entstehen, hinzugefügt werden Aussagen und Statements der Fotomodels. „Man braucht für ein solches Vorhaben aber einiges an Geld, daher treibe ich mich seit einiger Zeit um“, kommt Wentzek zum Kernproblem.

Ihr sei der Kontakt zu Janina Flocke vom Lions-Club Gräfin Hedwig vermittelt worden. Und dann kam irgendwann die Info: Es wird ein Benefiz-Golfturnier ausgerichtet, um den Bildband zu unterstützen. „Ich habe Gänsehaut bekommen. Das ist so genial“, sagt Wentzek dankbar. Zuvor habe sie wochenlang Klinken geputzt und sich reihenweise Absagen eingehandelt.

Das Benefiz-Turnier

Das Golfturnier wird am Samstag, 15. September, ab 11 Uhr auf dem Golfplatz in Dingstede ausgetragen. Alle Turniere sind vorgabewirksam und auch für Kinder und Jugendliche offen. Die Teilnahmegelder kommen im Anschluss dem Fotoprojekt zugute. Anmelden können sich Interessierte noch bis Freitag, 14. September bei der Präsidentin des Lions Club Birgit Landwehr unter birgit@bigukama.de oder per Telefon unter 0171/40 58 953.

Imke Harms
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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