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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Ein Ort der Begegnung im Dorf

27.03.2018

Dötlingen Drei Jahre lang hat es von der Planung bis zur Ausführung gedauert: Nun hängt ein geschmiedetes, doppelflügiges Eisentor am Eingang am „Butzenbarg“ vor dem „Alten Friedhof“ in Dötlingen. Metallgestalter Marc Wehmer von der Schmiedekunst Oldenburg mit Sitz in Hatterwüsting hat das Schmuckstück erstellt.

Die Installation des Eingangstores ist zugleich die letzte größere Baumaßnahme der Friedhofs-Umgestaltung zu den „Meilensteinen des Lebens“. „Was fehlt ist noch die Hinweistafel ,Alter Friedhof’, aber das ist nur noch eine Nebensächlichkeit“, so Pastorin Susanne Schymanitz.

Rund 200 Stunden Arbeit stecken in dem zweiflügligen Tor, sagte Wehmer. Von der St.-Firminus-Kirche seien hierher früher die Trauerzüge zum Friedhof gezogen. Dabei sei das Durchschreiten des Friedhoftores zugleich der Eingang zu dem letzten Ruheort für Verstorbene gewesen.

„Ich habe versucht, die teils gothischen Baueinflüsse, aber auch Jungstilelemente der Kirche zu integrieren“, so der Schmiedekünstler. „Die vertikalen Streben stehen für die zehn Gebote. Der Engel ruht mit ausgebreiteten Flügeln über allem und verweist auf den alten Friedhof.“ Der barrierefreie Zugang rechts neben dem Tor werde dagegen offen bleiben.

Zusammen mit den beiden Pastorinnen Susanne Schymanitz und Claudia Hurka-Pülsch sahen sich die Vertreter des Kirchengemeinderates und der Projektgruppe das Ergebnis an. Der Friedhof sei damit zu einem Ort der Begegnung geworden. Dreh- und Angelpunkt des „Alten Friedhofes“ sind die Informationstafeln. Sie berichten über Geburt und Taufe, Schule, Konfirmation, Beruf, Freiheit, Liebe, Heimat, Begegnung, Erfahrungen sowie Tod und Beerdigung. Die Stelen sollen die zehn Stationen als „Meilensteine des Lebens“ markieren.

All das hat gekostet. Rund 75 000 Euro sind für die Umgestaltung veranschlagt worden. 50 Prozent davon kommen aus dem Leader-Topf der EU. Es gab aber auch zahlreiche Privatspenden – auch von Bürgern, die gar nicht in der Kirche sind. Wie Gunter Oltmann vom Projektteam sagte, würden am Ende bis zu 20 000 Euro aus dem Säckel der Kirchengemeinde beigesteuert werden müssen. Künftig werde sich der „Alte Friedhof“ als ein Ort für alle Menschen präsentieren – ob durch Gästeführungen oder Kunst- und Kulturveranstaltungen.

Die lange Umbauzeit des „Alten Friedhofes“ soll am Samstag, 5. Mai, um 11 Uhr unter freiem Himmel gefeiert werden. Bei schlechtem Wetter werden unter anderem Vertreter der Vereine, des Leader-Teams, des Oberkirchenrats, der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde in den „Dötlinger Hof“ geladen. In Planung seien auch Auftritte der Chöre, sofern sie sich angeboten haben.

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