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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Von verrosteten Figuren und blauen Bildern

08.11.2017

Dötlingen Wenn der Betrachter es nicht besser wüsste, könnte er vermuten, die rostigen Objekte von Renate Ruck seien auf dem Sockel festgeschweißt. Die Bildhauerin schüttelt den Kopf. „Die Figur ist nur darauf gestellt.“ Gemeinsam mit den Malerinnen Christiane Judt und Bärbel Woitas stellt sie unter dem Titel „Rost und andere Töne“ ab Sonntag, 12. November, bis 17. Dezember in der Galerie im Heuerhaus in Dötlingen aus.

„Ich schneide alles selbst mit der Flex“, erklärt Ruck. „Dann lasse ich es rosten.“ Aus Metall lässt sie Figuren entstehen, mal kastenförmig, mal in geschwungenen Formen. „Mein Lieblingsort ist der Schrottplatz“, sagt sie. Dort finde sie immer Teile, die die Oldenburgerin in ihrer Werkstatt verarbeitet.

Nicht mit der Flex aber mit dem Pinsel arbeitet Bärbel Woitas. Die in Ganderkesee lebende Künstlerin lässt mit Acryl, „kombiniert mit allem Möglichen“, Farbverläufe entstehen. So lässt sie auf eines ihrer Bilder, das unter ihre Rubrik „Wasserwelten“ fällt, verschiedene Blau-, dazwischen einige Rottöne, inein­ander verlaufen. Das „Fluid painting“ – das ineinander Verlaufen von Farben – sei schwieriger als es aussehe, sagt Woitas. „Es ist eine starke Konzentrationsübung.“

Mit der sogenannten Transfertechnik lässt Woitas zudem Collagen entstehen: Auf einem der Bilder sind im Hintergrund Strommasten zu erkennen, im Vordergrund ein unverhältnismäßig großes Insekt – eine Anspielung darauf, dass das Digitale immer wichtiger und die Insekten immer weniger würden, erklärt sie.

Auf überwiegend Pastellkreide setzt Christiane Judt. Die in Bremen lebende Künstlerin zeigt in ihren Bildern abstrakte Formen in vor allem dunklen Farbtönen. „Mein Ziel ist es, einen möglichst hohen Abstraktionsgrad zu erreichen“, sagt sie über ihre Werke. Ihre Technik: Sie verwischt unter anderem das angefeuchtete Pastellbild. Die Ausstellung sei ihre erste richtige, wie sie selbst sagt.

Die letzte Ausstellung wird es hingegen für Gertje Kollmann sein – zumindest in der Funktion als Ausstellungsleiterin. „Das ist mein Abschied“, bestätigt sie. Seit 2014 war sie, die meiste Zeit davon mit Künstlerin Anne Hollmann, in der Galerie im Heuerhaus aktiv. Zu ihrer letzten Vernissage wird es Musik geben: „Das Tuka-Trio“ tritt auf, um Stücke aus Jazz und Swing zu spielen. Beginn der Vernissage ist am Sonntag um 15 Uhr.