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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Dötlinger Autorin Veröffentlicht Familien-Roman: Auf Spurensuche von „Luzies Erbe“

09.08.2019

Dötlingen „Luzies Erbe“: Dieser Titel unterscheidet sich von seinen Vorgängern „Tödlicher Kohldampf“, „Der letzte Weihnachtsmann“ oder „Insel, Wind und Tod“. Nein, diesmal sei es kein Krimi geworden, klärt die Autorin Helga Bürster auf. „Es ist ein Familien-Roman.“ Der erste, den die Dötlingerin geschrieben hat. Am 9. September erscheint das neue Werk. Die Geschichte spielt sowohl während des Zweiten Weltkriegs als auch in der Gegenwart.

Verbotene Liebe

Im Mittelpunkt steht Luzie Mazur. Die fast Hundertjährige hinterlässt ihrer Familie kurz vor ihrem Ableben fast ein Jahrhundert „Mazur’sches Schweigen“, wie es in der Buchbeschreibung heißt. Ihre Enkeltochter Johanne möchte mehr über die Geschichte erfahren. Möchte mehr wissen über ihre Großmutter, die sich als junge Frau in den polnischen Zwangsarbeiter Jurek verliebt hat. Möchte Frieden schließen mit der Geschichte ihrer Familie, mehr über eine Liebe erfahren, die nicht sein durfte. „Darauf stand damals die Todesstrafe“, weiß Bürster zu berichten, die seit 1996 freiberuflich als Schriftstellerin arbeitet. Mehrere Jahre recherchierte sie für die Geschichte und sprach mit Zeitzeugen. Genauer gesagt: mit ihren Großeltern. „Luzies Erbe“ basiert nämlich auf einer wahren Begebenheit. „Die Geschichte ist angelehnt an die Geschichte meiner Großeltern.“

Wann genau die Idee entstand, die Geschichte der mittlerweile verstorbenen Großeltern als Buchvorlage zu nutzen, kann Bürster nicht mehr genau sagen. Klar sei nur gewesen: Eines Tages würde sie sie schreiben. „Ich trage die Idee schon ewig mit mir herum.“ Für die Recherchen sprach sie mit den Großeltern, fuhr vereinzelt an Schauplätze in Polen, „alle Orte konnte ich nicht besuchen“. Sie informierte sich im Weltkriegsmuseum in Danzig, las Feldpostbriefe. „Ich versuche mich da reinzufühlen. Ich brauchte lange, um den richtigen Ton für die Geschichte zu finden – es ist wie bei der Musik.“ Mit dem richtigen Ton sei die Sprache gemeint. Und zu dieser gehört auch die Region um Dötlingen, in der die Geschichte unter anderem spielt. „Einige Dialoge sind auf Plattdeutsch.“

Zweiter Weltkrieg – ein heikles Thema für die Autorin? „Ich setze mir keine Schere in den Kopf“, stellt Bürster klar. Weil es Leute geben könnte, die sich an bestimmten Textpassagen oder Ausdrücken stören, sei dies für sie kein Grund, ihren Schreibstil zu ändern.

Ritterschlag für Autorin

Das Buch erscheint im Insel-Verlag. „Es ist dort der Spitzentitel“, freut sich Bürster. „Das ist der Ritterschlag.“  Helga Bürster stellt ihr neues Buch am 9. September im Klostermuseum in Hude vor. Organisiert wird die Lesung von Gerburg Schaller von der Buchhandlung „Lesen und mehr“. Beginn ist um 19 Uhr.

Weitere Lesungen folgen am 25. September, 19.30 Uhr, im Wildeshauser „Bökers am Markt“, sowie am 27. September, 19 Uhr, im Alten Rathaus in Ganderkesee. Organisiert wird der Abend in Ganderkesee von der Buchhandlung Förster.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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