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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Einmal in fremde Gärten schnuppern

02.05.2019

Dötlingen Seit 2001 gibt es ihn und er erfreut sich stets wachsender Beliebtheit – am Mittwoch, 1. Mai, luden Mitglieder der Dötlinger Gartenkultour zum Aktionstag ein. Bei bestem Maiwetter durfte gestaunt, gelauscht, begangen und geschlemmt werden.

„Gut, wieder hier zu sein“

So gab sich auf dem Hof der Goldschmiede von Sylvia Collins in Dötlingen das Duo Markus Häger & Thomas Schlegel die Ehre. Die Zuhörer wurden mit den Zeilen „gut, wieder hier zu sein, gut, euch zu sehen“ von Hannes Wader begrüßt.

In der Goldschmiede konnte Isabelle Lucks und Sylvia Collins bei der Arbeit im Atelier über die Schulter geschaut werden. „Für uns ist es eine tolle Gelegenheit, die Menschen über den Beruf zu informieren. Viele kennen nur Juweliere, der Beruf des Goldschmieds ist dagegen eher unbekannt“, erklärte Collins.

Sieben Ateliers, drei Gartengestalter und Gärtner, fünf Galerien, sieben Privatgärten, eine Imkerei und sechs Gastronomiebetriebe in Dötlingen und umzu luden zum Verweilen ein.

Passende Ausstellung

Darunter auch die Galerie im Heuerhaus in Dötlingen: „Wir haben gerade vor einigen Tagen eine neue Ausstellung eröffnet, die wunderbar zur Gartenkultour passt“, berichtete Galeristin Heike Wendeln. Im Heuerhaus sind aktuell Fotografien von Christine Henke zu sehen. „Die Bremerin legt ihren Fokus auf Landschaftsbilder und die erhaltenswerte Natur“, wusste Wendeln.

Sie sieht die Gartenkultour als schöne Abwechslung: „Es bringt viel Leben ins Dorf und vor allem andere Gäste – solche, die sonst nicht in die Galerie reinschauen.“ Als besonders schön empfinde sie das Miteinander im Verein Gartenkultour, der die Veranstaltungsreihe organisiert und regelmäßig versucht, neue Impulse zu setzen. So etwa der Nabu-Stand, der in diesem Jahr zum ersten Mal vor der Galerie aufgestellt war.

Neben den Ateliers und Cafés gab es für die Besucher außerdem die Möglichkeit an verschiedenen Führungen teilzunehmen. Dazu hatte sich das Gästeführer-Team der Gemeinde in Dötlingen eingefunden.

Dette Zingler zeigte sich begeistert über die gute Resonanz, die die Gartenkultour und die Führungen erlebten. „Obwohl es heute früh noch kühl und wolkenverhangen war, hatten wir da schon viele Besucher.“ Aufgefallen sei ihr überdies, dass die Leute an diesem Tag besonders entspannt und sehr zufrieden mit dem Angebot gewesen seien.

Gäste aus ganz Nordwest

Zingler hob zudem die Reichweite hervor, die die Gartenkultour habe: „Wir hatten heute Leute aus Nordenham, Bremen, Ganderkesee, Salzbergen, Emstek und Bad Zwischenahn zu Gast, das ist schon enorm.“ Doch nicht nur die Reichweite sei enorm: „Die Hälfte der Leute, die heute hier sind, waren zuvor noch nie auf einer Gartenkultour“, freute sich Zingler. Und einen weiteren Trend konnte Zingler feststellen: „Viele Leute planen ihre Tour mittlerweile im Internet.“

Für einige der Gäste ging es am Nachmittag auf einen Spaziergang durch das Dorf mit Ingrid Kuhlmann, die ihren Gästen den Dorfkern und einige Künstler präsentierte. Ihr Lieblingsplatz im Dorfkern mit der Eiche und dem Tapkenhof durfte dabei sicher nicht fehlen.

Wie vielseitig die Gartenkultour sein kann, erlebten die Besucher auf dem Hof Schweers. Dort setzte der gemischte Chor Ton-Art aus Brettorf einen weiteren klangvollen Höhepunkt.

Unter den sieben Privatgärten, die am Mittwoch besichtigt werden konnten, war auch der von Familie Meyer, die ihren Bauerngarten am See seit dem ersten Aktionstag der Öffentlichkeit zugänglich macht. „Wir sind, was Gemüse angeht, komplette Selbstversorger“, berichtete Besitzerin Jutta Meyer nicht ohne Stolz. So konnten die Besucher den einen oder anderen Salatkopf im Gemüsegarten der Meyers bestaunen.

Es geht auch anders

Für Meyer bietet die Gartenkultour eine Gelegenheit, den Leuten zu zeigen, dass es nicht immer Stein sein muss – auch ein grüner Garten mache wenig Arbeit. „Ich arbeite drei- bis viermal im Jahr im Garten, wir haben ihn pflegeleicht angelegt.“ Am meisten Arbeit mache der Rasen. „Aber ums Mähen kümmert sich mein Mann“, lächelt Meyer. Der Garten sei für sie Entspannung. „Andere gehen ins Fitnessstudio, ich nehme meine Hacke und gehe in den Garten.“

Daniel Schumann Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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