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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Müssen Verhalten zur Natur ändern“

24.09.2018

Dötlingen Jens Bührmann, stellvertretender Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins Dötlingen, stellte sich am Samstagnachmittag zur Feierstunde auf dem Kirchplatz in Dötlingen vor die imposante Kulisse von mehreren hundert Einwohnern und Gästen. Der Grund: Vorsitzender Eckehard Hautau hatte „Pause“, da er die Festrede zum Erntedankfest hielt.

Gerade waren die 15 geschmückten Erntewagen und die 14 Traktoren des Trecker-Veteranenclubs Lüerte von der Feldfahrt am Kirchplatz eingetroffen. „29 Fahrzeuge, das ist schon eine imposante Beteiligung“, betonte Bührmann. Im Vorjahr waren elf Feldwagen plus Oldietraktoren auf die Rundfahrt gegangen.

Erntekrone aus Lüerte

Gestartet war der Umzug mit dem Abholen der Treckerveteranen auf dem Hof Bahlke in Olmühle. Die Lüerter hatten die Krone gebunden und führten sie auf der Pritsche eines alten Unimogs durch Wald und Flur.

Zu Beginn der Feierstunde auf dem Kirchplatz stellte Pastorin Susanne Schymanitz ihre Gedanken zum Erntedank vor. „Wir werden nicht umherkommen, unseren Lebensstil zu ändern, damit unser Leben lebenswert bleibt.“ Neben Sonne und Regen müssten die Menschen ihren Teil dazu beitragen. „Vielleicht ist es gut so, wie es ist, damit wir lernen, unser Verhalten zu ändern. Das gilt für die Natur, aber auch Miteinander im Dorf.“ Neben der Diskussionen um Wasser-Not und Grundwasser-Belastung habe auch die Grundstimmung im Dorf in diesem Jahr arg gelitten. „Nicht alles fand Zustimmung. Nicht alles konnte umgesetzt werden, nicht alle gewählten Worte waren fair. Zum achtsamen Umgang mit der Schöpfung gehört aber auch das Aufeinanderzugehen. Jeder möchte, dass man ihn versteht. Jeder möchte auch, dass man ihm zuhört“, so Schymanitz.

Eckehard Hautau sprach von Dankbarkeit, von gemäßigtem Klima, einem Überangebot an Nahrungsmitteln und der Gnade der späten Geburt. Damit meinte er, dass seit 1948, dem Jahr der Währungsreform, niemand mehr im Land Hunger leiden musste. „Heute ist der Tag zum Danken für den Überfluss, auch für eine wenn auch als schlecht empfundene Ernte. Bauern in anderen Regionen der Erde wären glücklich über solche Erträge“, so Hautau und prangerte damit die ungehemmten Wachstumswünsche vor dem Hintergrund von Nutztierhaltungsbedingungen, Monokulturen im Ackerbau oder Nitratbelastung des Grundwassers an.

Hautau: „Berechtigte Kritikpunkte. Ein Bauer ist aber auch Unternehmer. Er muss seinen Betrieb für die Zukunft sichern. Allerdings darf das nicht dazu führen, Profitdenken als einzige Maxime seines Handelns zu sehen.“ Politische Entscheidungen in Sachen „Erneuerbare Energien“ und das Niedrigpreis-Einkaufsverhalten aller würden dieses Handeln forcieren.

Nach den ernsteren Worten wurde an diesem Tag natürlich auch gefeiert: Die „Dötlinger Strolche“ des Kindergartens Dötlingen führten den „Kartoffelkönig“ auf. Die Grundschüler sagten die Strophen vom „ Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ auf und die Tanzgruppen des Turnvereins Dötlingen – „Little Giants“, „Little Hoppers“, „Flipsides“ und „Pink Diamand“ – boten Rhythmus und Tanzvergnügen auf dem Kirchplatz.

Königlicher Besuch

Königlicher Besuch wohnte dem Erntedankfest auch bei. Das Kohlkönigspaar der beiden Partnergemeinden De Marne und Dötlingen war bei Martin und Margrit Mutke in Neerstedt zu Gast. Willem Bos war mit der Majestät John Nijholt aus De Marne angereist. Königin Elke Lorenz mit Ehemann Stefan gesellten sich dazu und feierten das Dötlinger Erntedankfest.

Nach dem Einholen der Erntekrone ging das Erntefest auf Diekmeyers Diele mit Musik und Döntjes des Brummkreiselvereins Wildeshausen sowie Verlosung weiter.

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