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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Gästeführung: Zu Fuß durch die Künstlerkolonie

13.09.2018

Dötlingen Ja, es verlaufe an diesem Tage alles etwas „hoppla hopp“, sagt Anne Hollmann. Sowohl Gästeführerin als auch Gäste waren trotzdem entspannt: Schließlich hat es sich am Mittwoch bei der ersten Tour von Hollmann um eine Probeführung gehandelt.

Die Ostrittrumerin bietet erstmals eine eigene Tour durch Dötlingen an. Im vergangenen Jahr hat sie sich zur Gästeführerin ausbilden lassen. Hollmann ist Künstlerin und betreibt ein Atelier – bei der Gästeführung ist sie also in ihrem Element. Denn der Titel des 90-minütigen Spaziergangs lautet „Künstlerkolonie Dötlingen – gestern und heute“. „Dabei stehen die Galerien im Mittelpunkt.“ Vom Püttenhus geht es in den „Tempel“, von dort zum Kunsthaus, es folgen die Galerie im Heuerhaus, die Müller-vom-Siel-Kate und zum Schluss das Tusculanum.

Hollmann möchte die Künstlerinnen und Künstler damals sowie heute zeigen und wie sich die Kunst in Dötlingen entwickelt hat. Beigetragen zu dieser Entwicklung hat die Dötlinger Künstlerkolonie, dessen Kernzeit zwischen 1896 bis zum ersten Weltkrieg war, erzählt Hollmann.

Um 1850 nahe Paris waren die ersten Künstlerkolonien entstanden, fährt sie fort. Durch die aufkommende Industrialisierung wurde die Luft in den Großstädten immer schlechter, das Leben teurer. Billiger ließ es sich auf dem Land leben. Und so taten sich mehrere Künstler zusammen, um gemeinsam an einem Standort zu arbeiten. „Heute gibt es das nicht mehr, da jeder Künstler sein eigenes Atelier hat.“

Die Mitglieder der Kolonien kamen von außerhalb – so auch Georg Müller vom Siel. Das Übersiedeln des in Butjadingen (Wesermarsch) geborenen Künstlers nach Dötlingen gilt als Beginn der Künstlerkolonienzeit in der Gemeinde. „Die Kunst entwickelte sich von der Feinmalerei zur Landschaftsmalerei. Vorher wurden entweder religiöse Motive oder der Adel gemalt.“

Aber auch die heutigen Künstler interessieren: Gerd Battermann, Helga Neuber, Friedrich Lüers – Hollmann weiß noch viele weitere Namen aufzuzählen. Überhaupt hat die Ostrittrumerin viel zu berichten. „Ich habe eher das Gefühl, dass es zu lange dauern wird“, gibt sie mit einem Lächeln bei der Probeführung zu. „Es gibt so viel zu erzählen.“

Diese Fülle an Informationen bekommen Interessenten unter anderem während einer Führung im Rahmen der Dötlinger Gartenkultour am 3. Oktober. Sie ist eine von vier Terminen, die in diesem Jahr noch folgen werden. Auch nach Bedarf bietet Hollmann Führungen an: Telefon  0 44 87/33 3.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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