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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Wer hat hier einen Geist gesehen?

20.07.2019

Dötlingen Die Freunde von Raymund Koch und Christiane Knepel kennen das schon: Wenn sie alle gemeinsam beim Spieleabend sitzen, dann geht es bei den beiden 52-Jährigen auch um Tabea zu Thaler. Es sollte dazu erwähnt werden: Tabea zu Thaler existiert nicht. Sie ist der „Geist von Dötlingen“ – und Hauptfigur in dem Krimispaziergang, den Knepel und Koch für den Ort Dötlingen konzipiert haben.

Krimispaziergang in Wildeshausen

Ein Krimispaziergang für Wildeshausen haben Christiane Knepel und Raymund Koch von „Stadt – Land – Spiel“ zurzeit in Planung. Der bisherige Titel lautet „Der Totenschädel von Wildeshausen“. Es gilt in der Geschichte, die uralten Gebeine des heiligen Alexanders zu retten.

Im Gegensatz zur Geschichte in Dötlingen beziehen sich die beiden hierbei auf historische Ereignisse, die tatsächlich stattgefunden haben.

In zwei Wochen ist ein Probelauf geplant: Dann stellt sich heraus, wann der Verkauf des Heftes in Wildeshausen startet.

Wurde Gräfin ermordet?

Das Prinzip ist einfach: Für zwölf Euro kauft sich eine Gruppe – die Anzahl der Teilnehmer bestimmt jeder selbst – im Dötlinger Hof am Dorfring 2 ein Krimispaziergang-Heft. „Man könnte es auch alleine spielen – aber dann ist es nicht so gesellig“, sagt Knepel mit einem Lächeln. Im Heft wird erklärt, wer zu Thaler war: Eine reiche Gräfin, die im Jahr 1791 im Ort Dötlingen plötzlich verschwand. Wurde sie möglicherweise ermordet? Zumindest gibt es neun Tatverdächtige. Und während die Gräfin durch Dötlingen geistert, ist es Aufgabe der Krimispaziergänger, den möglichen Mörder zu finden.

Es geht unter anderem zum Gierenberg, wo mit Hilfe des Heftes Fotos miteinander verglichen werden müssen, zum Püttenhus, um eine geheime Schrift zu entziffern und zum Dorfgarten, um dort weitere Hinweise zu erhalten. „Wir haben uns bemüht, möglichst vielfältige Aufgaben zu stellen“, erklärt Knepel. Auf einer Strecke von 2,5 Kilometern geht es für die Spaziergänger zu acht Sehenswürdigkeiten. Geschätzte Dauer, um den Fall zu lösen: zwei Stunden.

„Wir haben einen Probelauf veranstaltet, mit Freunden und Nachbarn“, erzählt Koch. Darunter waren sowohl Dötlinger als auch Nicht-Dötlinger – denn auch Teilnehmer, die nicht ortskundig sind, sollten den Fall lösen können.

„Das Heft haben wir überarbeitet. Ein paar Sätze gefettet und die Karte deutlicher dargestellt“, sagt Koch. Mit einer Auflage von 100 Stück fangen die beiden an.

Wer übrigens ein einzelnes Rätsel nicht lösen kann, kann auf sein Smartphone zurückgreifen: Mithilfe einer passend installierten App können im Heft abgedruckte QR-Codes gescannt werden, so dass auf dem Bildschirm die Lösung angezeigt wird. Beim Probelauf waren aber nicht nur Erwachsene dabei: „Auch Zwölfjährige können die Rätsel lösen“, versichern Koch und Knepel.

Solch ein Rätselheft hatte Knepel in Hamburg für das Internationale Maritime Museum gestaltet. „Aber nicht so professionell.“ Vor fünf Jahren ist sie nach Dötlingen gezogen und wusste: Solch ein Krimispaziergang eignet sich für diesen Ort. „Anfang März saßen wir beim Spieleabend zusammen. Ich habe es Ray vorgeschlagen.“ Ray hatte Lust dazu. „Danach sind wir durchs Dorf gelaufen, haben Notizen gemacht. Die Idee kam nach und nach.“ Raymund Koch ist gelernter Grafikdesigner: Er übernahm die Aufgabe, das Heft zum Krimispaziergang zu gestalten. „Von der Idee bis zur Umsetzung hat es vier Monate gedauert“, rechnet Knepel zurück – die beruflich nichts mit Rätseln oder Design zu tun hat. „Ich bin im Außendienst tätig und verkaufe Haushaltsartikel an Supermärkte.“

Ideen für Teil zwei

Wenn es gut läuft, könnten sich Koch und Knepel vorstellen, einen zweiten Teil des Krimispaziergangs zu organisieren. Am Dötlinger Huntepadd könnte sich die nächste Geschichte abspielen, überlegt das Team, das unter den Namen „Stadt – Land – Spiel“ arbeitet. „Ideen sind genug da“, versichern die beiden.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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