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Kultur: Ein Konzert zu Ehren von Günter Berger

19.09.2019

Dötlingen Die Dötlingen-Stiftung und Prof. Günter Berger: Sie pflegen einen ganz engen Draht. So veranstaltete die Stiftung vor drei Jahren ein Konzert zu Ehren von Berger, um das Lebenswerk des Musikers und Komponisten zu ehren. Vor wenigen Wochen war es Berger, der beim Empfang der Festwoche der Stiftung für den musikalischen Part am Klavier sorgte. Jetzt organisiert die Stiftung ein Konzert anlässlich des 90. Geburtstags von Berger in diesem Jahr.

Unter dem Titel „Geistliche Musik zu Zeit und Endlichkeit“ wird es am kommenden Sonntag, 22. September, 16.30 Uhr, in der Dötlinger St.-Firminus-Kirche ausgerichtet. Mehrere Werke von Berger werden aufgeführt.

Nach der Begrüßung durch Pfarrerin Susanne Schymanitz wird der Vorsitzende des Beirates der Dötlingen-Stiftung, Harald Meyer, die Laudatio auf Berger halten.

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„Das Lied vom ausgerotteten jidischen Volk“ steht im Mittelpunkt des Konzerts. Das Epos von Jizchak Katzenelson ist im „Sonder-KZ“ Vittel am Rande der Vogesen entstanden. Überwiegend amerikanische und britische Staatsbürger waren dort in der NS-Zeit interniert, die gegen internierte Deutsche im feindlichen Ausland ausgetauscht werden sollten. Das umfangreiche Manuskript mit den 225 Versen vergrub Katzenelson in drei Flaschen verpackt unter einem Baum. Eine handschriftliche Kopie wurde, eingenäht in einen Koffergriff, nach Israel geschmuggelt. Beide Exemplare sind erhalten geblieben. Katzenelson wurde nach Auschwitz deportiert und dort zusammen mit seinem dritten Sohn Zvi am 1. Mai 1944 umgebracht.

Sopranistin Elisabet Muro und Sprecher Christian Bormann werden das Lied am Sonntag vortragen. „Nach vielen bereits vorausgegangenen Konzerten ist dies ein weiterer Höhepunkt anlässlich des 90. Geburtstags von Berger“, ist sich die Stiftung sicher.

Der Komponist freue sich besonders, den Künstler Christian Bormann,  seit einiger Zeit in Dötlingen beheimatet, als Rezitator gewonnen zu haben. Bormann verstehe es, die sehr unterschiedlichen Texte entsprechend zu variieren und zu nuancieren, so dass das geistliche Konzert unter Mitwirkung von Kirchenmusikdirektor Michael Voigt aus Celle ein besonderes Geschenk für den Jubilar Berger zu werden verspreche.

Michael Voigt, der schon viele Werke Bergers uraufgeführt hat, wird erstmalig an der zweimanualigen Alfred-Führer-Orgel eine virtuose Toccata spielen. Es sei eine organale Kontrapunktstudie zu Bachs bekannter Toccata in d-moll, kombiniert mit Beethovens „Freude schöner Götterfunken” aus seiner 9. Sinfonie, heißt es.

Ein weiterer Mitwirkender am Sonntag ist Gerhard Böhm. Mit seinem umfangreichen Schlagzeug, darunter Tamtam und außergewöhnliche Instrumente, wird der Oldenburger seinen Teil zu einem klanglich sehr vielseitigen Konzert beitragen.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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