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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kultur: Zwei Künstlerinnen plaudern aus dem Nähkästchen

20.12.2019

Dötlingen Heißer Tee, duftendes Gebäck und behagliche Wärme waren am dänischen Ofen in der Galerie im Heuerhaus in Dötlingen der passende Rahmen für eine vorweihnachtliche Kunstplauderei. Anne Hollmann (Ostrittrum) und Claudia Schlenger (Ganderkesee) gaben persönliche Einblicke in ihre Ausdrucksweisen sowie ihren künstlerischen Lebenslauf. Beide Künstlerinnen nehmen an der aktuellen Gruppenausstellung „Künstlerinnen in der Galerie“ von Heike Wendeln teil. Die freute sich nicht nur über die interessanten Gespräche, sondern auch über ein recht großes Interesse.

Ihren Weg zum eigenen Kunsthaus in Ostrittrum skizzierte Anne Hollmann. 1962 in Goldenstedt geboren, wurde sie groß auf einem Hof. So war für Hollmann das Studium zur Agrar-Ingenieurin vorprogrammiert. Doch am Ende setzte sich die künstlerische Ader durch. Schon während des Studiums malte die heutige Ostrittrumerin. Als Autodidaktin fand sie ab 1995 ihren künstlerischen Weg zu Malerei und Bildhauerei. Auf dem Hof in Ostrittrum entstand 2002 ein Atelier, später das Kunsthaus mit Ausstellungsräumen und mehr. Die Gartenkultour kam hinzu, aber auch Fort- und Weiterbildungen in Bremen und Oldenburg an einschlägigen Hochschulen. Zusammen mit Gertje Kollmann war sie von 2014 bis 2017 Galeristin der Galerie im Heuerhaus in Dötlingen.

Am Beispiel ihrer Bilder und Skulpturen zeigte sie, wohin der Weg der Kunst sie geführt hat. „Patina mag ich gerne.“ Damit zeigte sie auf eine golden erscheinende Struktur eines Bildes. Zehn Spachtel-Schichten bilden den Untergrund für diese Werke. In den Bildhauereien finden sich mal Pappmache, auch Bronze und bisweilen auch Beton wieder. Alle ihre Arbeiten seien ein Prozess im Vertrauen darauf, dass es am Ende gut werde. Dabei kann auch der Zufall helfen. Als ihre Tochter sie zum Fahrdienst rief, musste sie eine Arbeit sich selbst überlassen. „Als ich zurückkam, war alles getrocknet, und ich fand es perfekt…“

Claudia Schlenger verschlug es aus ihrem Geburtsort Otterndorf im Landkreis Cuxhaven nach Ganderkesee. Auch sie war schon als Kind von der Malerei begeistert. Das fing mit Kohle- und Bleistiftzeichnungen an, ging über Comiczeichnen bis hin zu Öl- und Aquarellmalereien.

Kaufmännische Ausbildung, Studium Gestaltende Kunst an der Hochschule für Künste in Bremen mit Schwerpunkt Malerei sowie eine Weiterbildung im Atelier Peter Schneider in Hamburg folgten. Lehrtätigkeiten als Dozentin an der VHS, Projektarbeit mit gesundheitlich eingeschränkten Menschen in den Delme-Werkstätten in Ganderkesee und von 2010 bis 2015 die pädagogische Mitarbeit am Schulzentrum Ganderkesee sind weitere Stationen.

„Ich habe als Künstlerin seit 2004 mit Acryl und vielschichtiger Spachtel- und Collagetechnik gearbeitet“, erklärte Schlenger. Besonders erwähnenswert sind die Collagen um Tiere und Tierwohl. Freigelassene Flächen geben diesen Collagen Freiheit und Lebendigkeit. So stehen zum Bespiel Industrie und Land gegenüber den Segelbooten als Symbol der Freiheit im Kontrast. Motive, die die Ganderkeseerin gerne am Deich der Weser einfängt. Wie in den beiden Arbeiten „Aussicht“ und „Sunshine“…

Nun hält die Winterpause in der Galerie bis zum 15. Februar Einzug. Mit neuen Ausstellungen geht es im kommenden Jahr weiter.

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