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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Mit 80 erste eigene Ausstellung

15.05.2018

Dötlingen Wenn sie klein und zart mit großen braunen Augen vor einem steht, mag man kaum glauben, dass Cecile Durand bereits 80 Jahre alt ist. Noch weniger mag man glauben, dass die Künstlerin an diesem Wochenende ihre allererste Ausstellung in Dötlingen eröffnet hat. Dabei war die gebürtige Französin seinerzeit die beste in ihrer Kunstschulklasse in Rouen, schloss nach fünf Jahren mit einem Diplom in grafischer Kunst an der Beaux Arts à l’aître Saint-Maclou ab und sammelte erste Preise. Zu lesen ist das unter anderem in den Zeitungsartikeln, die anlässlich der Vernissage am Sonntag in der Müller-vom-Siel-Kate auslagen.

Ein paar ihrer ersten Bilder aus den 40er Jahren, die eigentlich der Kunstschule gehörten, konnte Durand für sich retten – und nun in Dötlingen ausstellen. „Damals gastierte ein Zirkus in Rouen und wir malten die Tiere“, erinnert sie sich noch gut. Gemalt hat Durand seinerzeit auch ihre – in mehrfacher Hinsicht – größte Konkurrentin. Auch dieses Bild ist in Dötlingen zu sehen, ebenso wie viele weitere Ölporträts.

Das erste Mal nach Dötlingen verschlug es die junge Französin 1961 der deutschen Sprache und Landschaft wegen. „Hier verbrachte sie viele Jahre als Haustochter bei der Familie Logemann in Ostrittrum“, erläuterte Durands langjähriger Lebensgefährte Dr. Ewald Lüschen bei der Vernissage.

1971 sattelte die Französin, die nach eigenen Worten aus einer großen, kinderreichen und freiheitsliebenden Familie stammt, um und begann eine Ausbildung als Erzieherin in Berlin. „Anschließend arbeitete sie mehr als 20 Jahre in der Kindertagesstätte in Grunewald und wurde von den Kindern und Eltern regelrecht vergöttert“, so Lüschen in seiner Eröffnungsrede weiter. Zu vielen von damals habe sie noch heute sehr guten Kontakt, und das zeigt sich auch in der Ausstellung: Immerhin fanden sich drei von ihr porträtierte Freunde aus Berlin am Sonntag in der Müller-vom-Siel-Kate ein. Zwei davon sorgten zudem für Musik: Alexandra Gotthardt (Klavier) und Helus Herzygier (Gesang) trugen zur Begeisterung der Besucher Lieder von Erich Kästner, Hanns Dieter Hüsch, Kurt Tucholsky und Georg Kreisler vor.

Unter den von Durand Porträtierten finden sich weitere bekannte Berliner wie der Sohn des Verhaltensforschers Konrad Lorenz samt Familie. An Ewald Lüschen war es, diese Privatbilder als Leihgabe nach Dötlingen zu bringen. Ergänzt wird die Ausstellung durch einige Tierbilder, die Durand gemalt hat, als sie mit Eintritt ins Rentenalter wieder nach Dötlingen zog.

„Das ist bereits unsere zweite Ausstellung mit Oher Künstlern in zwei Monaten“, freute sich Gerti Essing, die zusammen mit Thea Freiberg die Ausstellung organisiert hatte. Nach Trudy Nap sei man nun mit ihrer Nachbarin Cecile Durand auf ein weiteres bis dato wenig bekanntes Talent gestoßen.

Einen Eindruck von Durands Kreativität kann man sich im übrigen auch im Oher Schafkoben verschaffen. Hier gestaltete sie vor rund zehn Jahren die Innenwände mit großformatigen Landschafts- und Tiermotiven. Zu sehen ist die Ausstellung in der Müller- vom-Siel-Kate am Rittrumer Kirchweg 1c noch bis Sonntag, 3. Juni, jeweils samstags, sonntags und am Pfingstmontag von 11 bis 18 Uhr.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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