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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Weg des Lebens unter freiem Himmel

12.04.2019

Dötlingen Ob am 13. März auf dem Dorfplatz am Bahnhof Aschenstedt, am 27. März im Wohn- und Ferienhaus Neerstedt oder am Mittwochabend auf dem Alten Friedhof in Dötlingen: Die beiden Dötlinger Pastorinnen Susanne Schymanitz und Claudia Hurka-Pülsch haben in der Passionszeit zur Andacht mal nicht in die St.-Firminus-Kirche eingeladen.

Während in der ersten Passionsandacht in Aschenstedt an das Leid der Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert wurde, stand im Wohn- und Ferienhaus in Neerstedt die Beeinträchtigung durch Behinderungen als leidvolles Los im Vordergrund. Die Andacht am Mittwoch auf dem Alten Friedhof in Dötlingen widmete sich dem Lebenslauf von Geburt bis Tod und damit dem „Weg des Lebens“, der als Konzept Einzug auf dem umgestalteten Areal fand.

„Dieses Konzept hat uns von Anfang an angesprochen. Wir brauchen Heimat, Natur und Beständigkeit und mit dem Ende, so glauben wir, ist nicht alles vorbei“, erklärte Susanne Schymanitz in ihrer Kurzandacht. Zugleich empfahl sie allen Anwesenden einen Rundgang über den Alten Friedhof.

Zuvor hatte Gunter Oltmann, damaliger Vorsitzender des Friedhofausschusses, die Geschichte und Umsetzung des Friedhofprojektes Revue passieren lassen. 1854 habe Bauer Stolle die Fläche im Tausch und gegen Bezahlung für einen Friedhof abgegeben. 1858 begann die Anlegung des Friedhofs mit der Einsatzkraft eines jeden Dorfbewohners. Im September folgte die erste Beisetzung.

„Die Trauerfeier war damals anders als heute“, sagte Oltmann. Die Nachbarn übernahmen alle Aufgaben. Gemeinsam zogen sie hinter dem pferdegezogenen Trauergespann zu Fuß zum Friedhof. „Als meine Mutter 1950 starb, hatten wir das Vieh auf der Weide. Die Nachbarn kamen und säuberten die Diele und weißten die Wände. Kränze und Trauergäste folgten dem Wagen zu Fuß, das hält mich bis heute fest.“ 1963 fand die letzten Beerdigung dort statt. 2009 ergaben sich erste Gespräche zur Neunutzung und Umgestaltung der Fläche. 2013 stellte Dirk Orth das erarbeitete Konzept „Weg des Lebens“ vor. Im Mai 2018 wurde der neue Alte Friedhof eingeweiht, gefördert durch Leader-Mittel und andere Spenden sowie Gelder der Kirche.

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