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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Schatzsuche erfolgreich beendet

18.07.2019

Dötlingen „Dreister. Schnuller Erdreich.“ Ohne detektivisches Gespür kommt man mit diesen scheinbar wahllos ausgewählten Wörtern nicht weiter. Zum Glück sind die 22 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren im Jugendhaus Dötlingen in den vergangenen eineinhalb Wochen geschult worden: Die beliebten „Themenwochen“, die zu Beginn der Sommerferien angeboten werden, stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Detektive“.

Schwierige Aufgaben

Mit etwas Konzentration fanden die Kinder heraus: Dreister steht für drei, Schnuller für null und Erdreich für drei. 3.03. Es sind die ersten Zahlen des Geburtstags einer Person namens „C.“, die den Kindern ein Testament hinterlassen hat. Ein Testament, das weitere Rätsel birgt – die wiederum die jungen Detektive zu einem Schatz führten.

„Der Schatz war neben der Feuerstelle“, erzählte der siebenjährige Cedric und gab zu: „Es war schwierig, ihn zu finden.“ Mit Puzzleteilen musste eine Karte des Jugendhausgrundstücks zusammengefügt werden. Die Lieblingsplätze der drei Töchter von „C.“ mussten zudem aufgesucht werden, um dort weitere Hinweise zu erhalten. Allerdings waren die Hinweisbriefe nicht leicht zu verstehen: Eine Tochter benutzt in ihren Briefen gerne Os statt As, die Schwester liebt es, gegenteilige Begriffe zu verwenden und die Dritte im Bunde bevorzugt Wörter, die sowohl von hinten als auch von vorne zu lesen sind. Unter der „Madam Anna“, einer goldfarbenen Eulenfigur, stand in Geheimschrift „Uhr“. „Der nächste Hinweis befand sich dann hinter der Küchenuhr“, schlussfolgerte Milena (12).

Angehende Detektive wollen aber auch ausgebildet sein: „Am ersten Tag hat jeder eine Mappe und einen Codenamen bekommen“, erklärte Jugenddiakon Jochen Wecker, der gemeinsam mit sieben Teamern die Gruppe betreut. „Wir haben Detektivspiele gemacht wie das Anschleichen.“ Auch ihren Geschmacks-, Geruchs- und Hörsinn testeten die Kinder.

Mit Profis konnten sich die Teilnehmer zudem austauschen: „Gestern war die Polizei zu Besuch“, erzählte Wecker am Mittwoch. Stutzig wurden die Kinder nur, als am Mittwoch kurz vor Mittag die Beamten schon wieder da waren. „An der Bushaltestelle hat jemand mit Graffiti gesprüht“, erzählte die achtjährige Juno aufgeregt. Klar, dass die Polizei ausrückte, um den Täter ausfindig zu machen – den hatten die Kinder scheinbar zuvor gesehen. Sie sahen, wie ein junger Mann sich von der Bushaltestelle entfernte. „Wir haben aber aus Versehen den Falschen verdächtigt“, sagte Lara (12). „Er hatte keine Sprühdose, sondern nur einen Schlüsselbund dabei. Wir haben uns auch bei ihm entschuldigt.“

Falschen verdächtigt

Verdächtig war hingegen eine junge Frau, die gemeinsam mit einem jungen Mann auf dem Spielplatz war: Ihre Finger waren weiß. Genau wie der Schriftzug an der Bushaltestelle. Die Themenwochen-Teilnehmer konnten aber schnell beruhigt werden: Thore Briest, Sebastian Dannemann und Luisa Spille hatten sich zuvor bereit erklärt, dieses „Krimi-Schauspiel“ mitzumachen.

„Ich musste es heute noch auflösen, weil Luisa mitfährt nach Spiekeroog“, ergänzte Wecker mit einem Lächeln: Als DLRG-Rettungsschwimmerin wird sie mit den Teamern auf die jungen Detektive aufpassen, die gemeinsam mit Teilnehmern des Ferienpasses an diesem Donnerstag zur ostfriesischen Insel fahren. Mit Proviant dürften die Kinder dabei versorgt sein: In der Schatzkiste befanden sich nämlich reichlich Süßigkeiten.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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