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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Drei Sperlings fliegen mit Oldtimern ein

09.05.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-05-09T08:55:11Z 280 158

Rallye:
Drei Sperlings fliegen mit Oldtimern ein

Ganderkesee Ist die Liebe    zu   Oldtimern erblich? Oder ansteckend? Beim Blick auf die Meldeliste für die 14. Rallye „Rund um die Hünengräber“ könnte man diesen Eindruck gewinnen. Denn eine Ganderkeseer Familie ist mehrfach vertreten: Die Sperlings fliegen mit drei Oldtimern ein.

Der Ursprung, quasi auch Auslöser des Familienhobbys hatte sich über Jahre im Dornröschenschlaf befunden: ein Mercedes Benz 200 D (W 123), Baujahr 1981, einst von Rainer Sperlings Großvater Friedrich Sperling gefahren. Der alte Herr hatte seinen Führerschein abgegeben, der Wagen kam in eine Garage – bis Rainer ihn für sich entdeckte und wieder flott machte. Mit dem betagten Gefährt seien Eindrücke aus der eigenen Kindheit und Jugend wieder wach geworden, schwärmt der 59-Jährige vom Fahren bei Musik von Abba oder den Bee Gees. „Kult“ sei der Wagen. Und: „Der geht nie aus“, sei so was von zuverlässig und habe auch erst 217 000 Kilometer gelaufen. Rainer Sperling: „Er ist also gerade eingefahren.“

Der Funke seiner Begeisterung sprang über – zum Beispiel auf Sperlings Neffen Olaf. Der griff sofort zu, als „der Mann von der Freundin meiner Frau“ ein 1303-Cabrio bei Ebay eingestellt hatte. „Nimm ihn schnell wieder raus“, bat er – und wurde zum Käfer-Eigentümer. „Für mich ist das einfach ein Fun-Auto“, sagt der 45-Jährige. „Befreiend, luftig“, dabei bemerkenswert ruhig sei es, mit dem Cabrio über die alte B 75 zu fahren und das Gezwitscher der Vögel zu hören. Der Käfer, Baujahr 1975, habe im Übrigen „70 000 auf der Uhr“ – was allerdings nicht viel aussage: „Der Tacho ist fünfstellig.“ Was Olaf Sperling sicher weiß: „Ich bin der 13. Besitzer.“

Übergesprungen ist der Funke der Begeisterung für chromblitzende Veteranen auch auf Hans-Gerd Sperling, Vater von Olaf. Er wird bei der Rallye mit einem der ältesten Wagen anrollen: einem Mercedes Benz 220 W 187, Baujahr 1951. Der Wagen habe einen Aschenbecher so groß „wie ein Koffer“, frotzelt Hans-Gerd Sperlings Bruder Rainer, der den schwarzen Benz mit nur zwei Worten beschreibt: „ein Traum“. „Von einem Sammler“ habe er das gute Stück, erklärt Hans-Gerd Sperling. „Der ist in die Schweiz ausgewandert und konnte nicht alle Wagen mitnehmen.“ Sicher sei: So einen Wagen „kriegst du heute nicht mehr“.


Mehr Infos über die Rallye:   www.oc-delmenhorst.de