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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Lachen mit „plattdütschem Hochkaräter“

12.04.2018

Düngstrup „Ick bin froh, dat wi disse Veranstaltung uppe Beene stellt heppt.“ So begrüßte Hergen Stolle, Vorsitzender des Heimatvereins Düng­strup, am Dienstagabend im Saal bei Schönherr in Düng­strup vor ausverkauften Sitzreihen die Zuhörerinnen und Zuhörer. Sie alle waren zu dem Heimatabend nach Düngstrup gekommen, um Gerd Spiekermann als „plattdütschen Hochkaräter“ begrüßen zu können. Ein Plattsnacker, der nicht zuletzt aus Funk und Fernsehen bekannt ist.

Spiekermann, Jahrgang 1952, in Ovelgönne in der Wesermarsch geboren, kennt Land und Leute. Das hat er auch immer wieder bei der NDR-Rundfunksendung „Hör mol’n beten to“ bewiesen. 15 Bücher und sieben CDs mit seinen plattdeutschen Anekdoten und Döntjes sind erschienen. Dazu auch die Festschrift „100 Jahre Ohnsorg- Theater“. Gerade arbeitet Spiekermann an seiner 16. Buchveröffentlichung, die im Herbst auf den Markt kommt. Der Titel lautet „Oma ehr Schötteldook“. Viermal erhielt Spiekermann Auszeichnungen. Darunter auch den Fritz-Reuter-Preis der Carl-Toepfer-Stiftung, wie Stolle in seiner Begrüßung herausstellte, um dann die Bühne für den Wahl-Hamburger und dessen Abendmotto „40 Johr up Tour“ freizumachen.

Seinen Bogen mit spannenden und humorvollen Begebenheiten aus dem ländlichen Leben spannte Spiekermann vom Senf, der bei keiner Mahlzeit fehlen darf, bis hin zum Südamerikanischen.

Doch was macht ein echter Plattsnacker, wenn er eingeladen wird, den „Rückenbusch“ (Blumenstrauß) überreicht hat und seine Lieblingsspei­senergänzung nicht auf dem Tisch steht? Dreifach Käse und Aufschnittauswahl und einmal Margarine auf dem Tisch – aber kein Senf. Und dann offeriert der Hausherr die besonders gute Fleischwurst. Auch ohne Senf. „Habt ihr auch Senf?“, sei dann die unvermeidliche Frage.

Spiekermann dazu: Was dann aber aus der untersten Ecke im Kühlschrank geholt werde, habe die Bezeichnung Senf nicht verdient. Eine zerquetschte, metallene Tube komme stattdessen zum Vorschein. Spiekermanns Mimik sprach Bände während sich die Zuhörer vor Lachen den Bauch hielten.

Auch weitere „Vorlieben“ sparte er nicht aus – etwa den Bierkasten an der warmen Heizung, gefüllt mit Alkoholfreiem. Weitere Anreize zum Lachen boten die Geschichten um die Milchsuppe mit Graupen und mehr.

Kurzum: Es wurde ein kurzweiliger Abend mit einem Allerlei vom Land, aufgetischt nach Gerd-Spiekermann-Art. Entsprechend feierten die Gäste den Abend und letztendlich auch das Plattdeutsche, denn das hatte Spiekermann exzellent verpackt. Auch für den Plattdeutschbeauftragten der Stadt Wildeshausen, Friedrich Ahlers, war es ein munterer Abend.


Ein Video gibt es unter   www.nwzonline.de/videos 
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