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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Durch Liebe zur Stadt vereint

20.05.2015

Wildeshausen Eine musikalische Liebeserklärung an ihre Heimatstadt hat sie vor fünf Jahren zusammengebracht: Sieben junge Musiker versammelten sich als „Wildeshausen Allstars“, um eine Hip-Hop-Hymne auf die Kreisstadt aufzunehmen. Rechtzeitig zum Gildefest haben sich drei von ihnen wieder getroffen, um sich an die alten Zeiten zu erinnern.

Franky Fresh, der mit bürgerlichem Namen Frank Kricke heißt und heute als Flugbegleiter arbeitet, hatte damals die Idee, den „schönsten Ort“ mit einem eigenen Song zu würdigen. „Die Wildeshauser Hip-Hop-Szene war damals viel auf der Internet-Plattform MySpace unterwegs, wo Künstler ihre Lieder hochladen konnten. Ein Song über die Heimatstadt war sozusagen der kleinste gemeinsame Nenner, um die heimischen Rapper für ein Projekt zu vereinen.“

Nachdem Kricke einige der Künstler über das Internet kontaktiert hatte, fanden sich schließlich sieben Musiker im kleinen Tonstudio auf Krickes Dachboden ein, um das Lied aufzunehmen. Der knapp fünfminütige „Wildeshauser Song“ war das Ergebnis. Textzeilen wie „Wildeshausen, du bist die Stadt, die zu mir steht“ oder „Ich mag die Stadt, ich bin ein Kind von ihr“ drücken die Verbundenheit der Rapper Franky Fresh, Gat Swagger, Kabri, Mr. Chris, Geed und Prince Bull zur „Stadt, wo die Wilden hausen“ aus.

Den Refrain hat Tanja Scharmacher (Künstlername: Tamiya Dyee) gesungen: „Wir wollten zeigen, was Jugendliche mit der Stadt verbindet.“ Für Gat Swagger, der eigentlich Kevin da Silva heißt, bedeutet Wildeshausen „Familie, Freunde, Park, Gildefest und Feuerwerk.“ Mittlerweile studiert er, macht nebenbei aber weiterhin Musik. „Manchmal sprechen einen sogar noch Jugendliche auf den Wildeshauser Song an“, sagt er.

Der Kontakt zu den anderen „Allstars“ sei im Laufe der Jahre weniger geworden. „Man schreibt sich ab und zu über Facebook, aber nach dem Projekt haben sich die Wege bei den meisten wieder getrennt.“

Mit einer Ausnahme: Der Wildeshauser Filmemacher Sven Morscheck wurde über den Song auf die Gruppe aufmerksam. Für seine Filme „Der Feeder“ und „Dorian Hunter“ durften einige der „Allstars“ musikalische Beiträge beisteuern.

Mr. Chris ist mittlerweile als Leadsänger der Wildeshauser Punkband „Couch-Club“ unterwegs. Geed macht keine Rap-Musik mehr und arbeitet als erfolgreicher Software-Entwickler, Kabri hat die Musik ebenso aufgegeben.

Frank, Tanja und Kevin sind in Wildeshausen geblieben. „Die Stadt hat uns in ihren Fängen“, meinen sie augenzwinkernd. Mittlerweile spielt Kricke wieder mit dem Gedanken, ein Tonstudio in seiner Wohnung aufzubauen, um mit Wildeshauser Rappern neue Projekte zu starten.

Ob es zum fünfjährigen Bestehen eine Neuauflage des „Wildeshauser Songs“ geben wird? „Das überlassen wir lieber dem Nachwuchs“, lacht Kricke. „Aber wir würden uns freuen, wenn das Lied nicht in Vergessenheit gerät.“

Für Fans gibt es mittlerweile sogar eine eigene Facebook-Seite, auf der man sich den Song anhören kann.


     www.facebook.com/wildeshausersong 
Andreas Heizmann
Volontär
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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