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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

FREILICHTSPIEL: Eelder Kostüme sorgen für Farbtupfer

09.06.2007

WARDENBURG A.D.O. unterstützt das Wardenburger Theaterprojekt. Mehrere Bürgervereine planen gemeinsame Aufführungsbesuche.

Von Werner Fademrecht

Direkt neben dem Hof des Fahr- und Reitstalls Claußen in Fladder können aufmerksame Beobachter derzeit im wahrsten Sinne des Wortes das Gras wachsen sehen. Langsam, aber sicher entsteht dort, wo am Freitag, 6. Juli, das Freilichtspiel „Tilly vor Wardenburg“ seine Premiere feiern wird, auf bislang unbefestigtem Erdreich eine feste Grasnarbe. Eine Gruppe hoher Bäume, eine Stallwand und eine große Hecke bilden den Rahmen für die Theaterbühne, auf der sich die schicksalhafte Begegnung des Kriegsherrn Graf Johann Tserclaes von Tilly mit der Wardenburger Landbevölkerung aus dem Jahr 1623 wiederholen soll.

Drei Wochen lang lagerte damals Tillys Heer – nach zeitgenössischen Angaben 7000 Reiter und 18000 Personen Fußvolk – auf dem Wardenburger Esch. Für die weniger als 1000 in der näheren Umgebung lebenden Menschen ein Albtraum: Es kam zu Plünderungen und Tötungen. Trotz dieses ernsten Hintergrunds wird das Theaterstück aus der Feder von Gerhard Jansen, der auch Regie führt, keineswegs trockene Geschichtsdaten nacherzählen, sondern auch gemütvolle Unterhaltung bieten. Neben einer zarten Liebesgeschichte, die sich mitten im Kriegsgetümmel behauptet, tragen auch die Kostüme der Haupt- und Nebendarsteller sowie der Statisten zum Stimmungsbild bei. Dies zeigte sich erstmals in dieser Woche auf einer Probe, an der fast alle Darsteller in ihren bunten Röcken, Hosen und Holzschuhen erschienen – auch wenn der ein oder andere etwas mit dem kratzigen

oder zu weiten Stoff haderte.

„Die Kostüme stammen aus dem riesigen Fundus der königlichen Operettenvereinigung A.D.O. aus Wardenburgs Partnergemeinde Eelde“, berichtet Gemeindemitarbeiter Rolf Vergin, der von Seiten der Gemeinde an den Vorbereitungen für das Freilichtspiel beteiligt ist. Die Wardenburger Theaterleute hatten lediglich ihre Kleidergrößen und Rollen im Vorfeld nach Eelde durchgegeben. Als Organisator und Leiter des Projekts, Peter König, mit Helfern in Eelde ankam – innerlich eingestellt auf eine längere Suchaktion in Reihen von Garderobenständern – hätten bereits 50 Stapel mit kompletten Kostümen bereit gelegen, erzählt Vergin. Selbst spontane Sonderwünsche hätten Martha Steringa, Präsidentin des Eelder Partnerschaftskomitees, nicht aus der Ruhe bringen können. Sie habe mit traumwandlerischer Sicherheit aus den tausenden Kleidungsstücken das Passende herausgegriffen. In den Niederlanden gilt A.D.O. als größter Kostümverleiher – offensichtlich aus gutem Grund.

Dass das Freilichtspiel ein Publikumserfolg wird, hofft die Gemeinde Wardenburg als Veranstalter wohl nicht grundlos. Wie im Kulturausschuss am Donnerstag bekannt wurde, planen bereits einige der Orts- und Bürgervereine in der Gemeinde Wardenburg, eine der Veranstaltungen zwischen dem 6. und 15. Juli, jeweils in größeren Gruppen zu besuchen. Der Bürgerverein Achternmeer-Harbern I, kündigte sein Vorsitzender Helmut Deye, wolle den Dienstag-Termin wahrnehmen und mit Fahrrädern anreisen. Parkplätze für Pkw wird es für die jeweils 300 Zuschauer pro Vorstellung allerdings auch geben, eine Wiese soll dafür ausgewiesen werden.

Karten für die Veranstaltung gibt es im Vorverkauf in der NWZ in Wardenburg, Friedrichstraße 41, allen NWZ-Geschäftsstellen sowie im Ticketshop der NWZ.

ticketshop.nwzonline.de

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