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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Freundesmahl: Ein Blick zurück in die DDR-Geschichte

07.11.2016

Wildeshausen Mit „Menschenraub“ in den 1950er und 60er Jahren in der DDR, einem dunklen Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte, beschäftigten sich am Freitagabend rund 120 Gäste des Freundevereins der Diakonie Himmelsthür. Dieser hatte zum Freundesmahl in den Festsaal im Haus Emsland auf dem Gelände an der Dr.-Klingenberg-Straße eingeladen.

über Aktuelle Bauvorhaben informiert

Zum guten Brauch der zahlreichen Unterstützer der Diakonie Himmelsthür gehört es, anlässlich des Freundesmahls eine Spende an den Freundeverein zu tätigen. Dafür bedankte sich der Hausherr, Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde. In seinem Grußwort erläuterte die aktuellen Bauvorhaben der Diakonie Himmelsthür im Prozess der Umwandlung (Konversion) der großen Einrichtung, darunter drei neue Wohnhäuser in Delmenhorst, für die der Baubeginn bereits erfolgt ist oder feststeht.

Für ein geplantes Projekt mit ambulanter Versorgung in Kirchweyhe und ein Bauvorhaben in Harpstedt werde möglicherweise bereits im kommenden Jahr der erste Spatenstich erfolgen, sagte der Regionalgeschäftsführer.

Vortragsrednerin war Dr. Susanne Muhle, Historikerin aus Berlin, die für die Stiftung Berliner Mauer arbeitet und forscht. Es sei wichtig, an das geschehene Unrecht zu erinnern, betonte Pastorin Dörte Hartung vom Kirchlichen Dienst der Diakonie Himmelsthür.

„Die rund 400 Verschleppungen von oftmals ehemaligen Stasi-Mitarbeitern, die sich gegen das Regime gewandt hatten und in den Westen gegangen waren, dienten der Machtdemonstration nach außen und innen“, erläuterte Muhle. Es kam zu Verurteilungen und Inhaftierungen wegen angeblicher Spionage, sogar zu Hinrichtungen und Ermordungen, führte die Forscherin anhand von Aktenfunden aus. Ende der 50er Jahre änderten sich die Methoden der Stasi (Ministerium für Staatssicherheit). Der Mauerbau, das „Einmauern der Menschen“, so Muhle, führte zu einer Stabilisierung der DDR. Am Schluss ihres Vortrages wies die Wissenschaftlerin, die in Lohne geboren wurde, auf den Jahrestag der Demonstration für Meinungsfreiheit am 4. November 1989 in Berlin hin.

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Die schwere Kost des Vortrags mündete in leichtere Gespräche und gemütliches Beisammensein an den festlich gedeckten Tischen – dank eines typischen Büffets der 50er und 60er Jahre. Freundevereins-Vorsitzende Annette Ueberschär begrüßte zahlreiche Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft, darunter auch die Bewohnervertretung der Himmelsthür.

Die Gastgeberin blickte auf das Jahr zurück, in dem der Freundeverein unter anderem mit Bewohnern und Mitarbeitern die Special Olympics in Hannover besucht hatte. Der diesjährige Spendenzweck des Freundesmahls sei eine Buchenhecke vor dem Gebäude der Tagesförderung, um den Beschäftigten im Arbeitsalltag in den Pausen „etwas Privatsphäre zu ermöglichen“, so Ueberschär. Des Weiteren unterstützt der Verein kulturelle Aktionen und Ausflüge und vergibt Urlaubszuschüsse an Menschen mit Assistenzbedarf.

Für musikalischen Ohrenschmaus sorgten der 13-jährige Schüler Nanno Kohlschein von der Musikschule Ganderkesee mit einer Brahms-Rhapsodie und Pianist Markus Häger mit lockerer Hintergrundmusik zum Festmahl.

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