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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Ein Schluck Japan aus Groß Köhren

01.04.2015

Groß Köhren Schon als Akiko Buchtmann noch in ihrer Heimat Japan gelebt hat, spielten edle Tropfen eine besondere Rolle in ihrem Leben – sie arbeitete in einem Unternehmen, das hochwertige deutsche Weine nach Japan importierte. Die Beschäftigung mit alkoholischen Getränken liegt in der Familie – der Großonkel betrieb eine Sake–Brauerei.

Das japanische Nationalgetränk wird zwar oft als Reiswein bezeichnet, ist aber natürlich kein Wein. Das Getränk wird ähnlich wie Bier gebraut und die meisten Sorten sind, anders als Weine, nicht gut zu lagern, sondern sollten so früh wie möglich getrunken werden. „Selbst die Sorten die man lagern kann, halten höchstens sieben Jahre“, sagt die 44-Jährige, die guten Sake von Groß Köhren aus auch in Deutschland bekannt machen will. In die Samtgemeinde Harpstedt kam sie der Liebe wegen.

In einem Flugzeug hoch über Russland traf die Japanerin zum ersten Mal Michael Buchtmann. Der Köhrener arbeitete bei einem japanischen Unternehmen. Aus beiden wurde ein Paar und nach Japan ging es zunächst nach Ostfriesland und dann wieder auf den Hof in Groß Köhren, auf dem Michael Buchtmann aufgewachsen war. Hier gründete Akiko nach einer viermonatigen Fortbildung zur Sake-Sommelière den Sake-Markt.

„Sake stammt wie ich aus der Stadt Nara“, erläutert die Fachfrau. „Ursprünglich wurde er zum Beispiel bei Hochzeiten am Shinto-Schrein von den Eheleuten getrunken. Heute gehört er zu Geburtstagen und Firmenfeiern dazu.“ Bei großen Festen werde – ähnlich wie bei einem Fassbier-Anstich, in einer Art Zeremonie der Deckel von einem Sake-Fass abgeschlagen.

Im Fass wird der Sake nicht nach Deutschland importiert, eher in Flaschen die ähnlich wie hochwertige Spirituosen in aufwendig gestaltete Kartons verpackt werden. Ebenfalls ähnlich wie bei Wein oder Whiskey gibt es verschiedenste Qualitätsstufen. „Den besten Sake macht man aus Yamadanishiki-Reis, der ist aber sehr schwer anzubauen und deshalb eine Rarität geworden“, erklärt die 44-Jährige.

Viel Konkurrenz gibt es noch nicht auf dem deutschen Sake-Markt. „Es gibt Importeure in Hamburg, Berlin und Frankfurt – und jetzt auch in Groß Köhren“, sagt Michael Buchtmann. Erst seit einem oder zwei Jahren gibt es auf dem Hof eine Breitband-Internetanbindung, die es erlaubt, den Verkauf über einen Internet-Shop abzuwickeln. Neben Privatkunden zielt das Angebot von Akiko Buchtmann auch auf Restaurants und Feinschmecker-Geschäfte.

Vorerst soll sich das Angebot auf Sake beschränken – langfristig könnten aber mehr japanische Spezialitäten im Shop landen, hofft die Firmengründerin.


     www.sake-markt.de 
Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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