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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Ein Stück Ruhe, Orientierung und Lebensfreude“

05.09.2005

HUDE HUDE/KOS - Ein dreifaches Jubiläum wurde gestern im „Haus Marienhude“ in Hude gefeiert: Die Jugendstilvilla Bornemann steht seit 100 Jahren, vor 40 Jahren richtete die Diakonie dort ein Altenerholungsheim ein, seit 20 Jahren werden Zivildienstleistende ausgebildet, rund 14 000.

„Das Haus liegt uns am Herzen“, so Wolfgang Bartels, Vorstandsmitglied des Diakonischen Werkes Oldenburg. Es vermittle ein Stück „Ruhe, Orientierung und Lebensfreude“. Viele junge Leute seien „mit einer gewissen Ehrfurcht“ in das denkmalgeschützte Gebäude gekommen. Bartels erwähnte „Wegbegleiter“, die anschließend große Lebkuchenherzen mit Diakonie-Symbol umgehängt bekamen: Bürgermeister Axel Jahnz, die Vorsitzende des Kuratoriums, Susanne Bock, der ehemalige Abteilungsleiter bei der Inneren Mission, Karl-Heinz Wehner, der heutige Leiter des Hauses, Frank Eden, seine Stellvertreterin Natalie Schultz sowie Dieter Bornemann, Enkel des Fabrikanten Georg Bornemann, der die Villa erbauen ließ.

Auf die unverzichtbare Bedeutung, die der Zivildienst in der Gesellschaft habe und die im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten, als Zivildienstleistende noch als „Drückeberger“ verunglimpft wurden, anerkannt sei, wies Hudes Bürgermeister Axel Jahnz hin. Für manche „Zivis“ sei ihr Dienst Anstoß für ehrenamtliche Tätigkeit gewesen. Dank gelte der Familie Bornemann, die ihr Haus vor 41 Jahren an die Diakonie verkaufte.

Eden skizzierte die bewegte Geschichte des Hauses, das zunächst Heim für je 25 Senioren war, die jeweils drei Wochen Erholungsurlaub genossen, später Bildungsstätte für Zivildienstleistende, die sich dort (auch dank des guten Essens) sehr wohl gefühlt hätten. Im Laufe der Jahre habe es einige Renovierungsarbeiten gegeben, die jedoch, wie anschließend Dieter Bornemann, von Beruf Architekt, so zurückhaltend durchgeführt wurden, dass sich das Haus äußerlich und innerlich kaum verändert habe. Ausführlich ging Bornemann auf die Geschichte der Villa von 1905 bis zum Verkauf 1964 ein (die NWZ wird darüber noch berichten).

Begonnen hatte der gestrigen Jubiläumstag mit einem von Pastorin Dörte Kramer gehaltenen Freiluftgottesdienst, der von Posaunenchor der Huder Kirchengemeinde umrahmt wurde. Im weiteren Verlauf sorgten die Gruppen Tüdelüüten mit Folk aus dem Norden und Big Deal mit Rock, Ska, Swing, Soul und Beat für für musikalische Umrahmung. Auch wurde eine Ausstellung mit preisgekrönten künstlerischen Arbeiten von Zivildienstleistenden eröffnet, und natürlich hatten die Besucher Gelegenheit, das Haus zu besichtigen.

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