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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Ein Stückchen Heimat ist immer dabei

15.06.2015

Hude Die Trommeln sind schon von weitem zu hören. Eine Gruppe eritreischer Männer spielt Lieder aus ihrer Heimat auf traditionellen Instrumenten. Wenige Meter weiter auf dem Gelände des Huder Kulturhofs duftet es nach exotischen Gewürzen. Hier wird Essen angeboten. Es sieht nicht nur lecker aus, es riecht und schmeckt auch so.

Für viele der deutschen Gäste ist es am Sonnabend das erste Mal, dass sie Aicha (gebackenes Brot), Hmbasha (weiches Brot), Engera (Pfannkuchen aus Mehl und Wasser) probieren können.

„Ich finde diese Veranstaltung einfach sehr unterstützenswert“, sagt Bürgermeister Holger Lebedinzew. Um Punkt 14 Uhr steht er auf der Bühne hinter dem Huder Kulturhof und begrüßt die zahlreichen Besucher offiziell auf dem Gelände der Begegnungsstätte zur „Begegnung der Kulturen“. Dafür hat er den perfekten Moment abgepasst, denn kurz vorher zog noch ein Gewitter mit Starkregen vorbei. Knapp eine Dreiviertelstunde mussten die Organisatoren um Afrim Zugoli ausharren, bis Bühne und Außengelände wieder genutzt werden können.

Der Kosovare Zugoli hat das kunterbunte Treffen, zu dem Syrer, Türken, Kosovaren, Eritreer und Deutsche zusammenkommen, nun schon zum zweiten Mal organisiert. Vor allem für die Huder mit ausländischen Wurzeln ist die Veranstaltung immer wieder ein besonderes Ereignis, denn so können sie ein bisschen von ihrer alten Heimat mit in die neue bringen, wie er weiß.

So wie Enver Begu und Sami Preniq. Die Kosovaren bieten den Besuchern süße Spezialitäten ihrer Heimat an. „Wir haben das aber gar nicht selbst gemacht“, zwinkert Begu, „unsere Frauen können das einfach viel besser“, gibt er zu. Es herrscht Arbeitsteilung: Die Männer stellen sich hinter die provisorische Verkaufstheke, um die Spezialitäten anzupreisen. Kein Problem – die Nachfrage ist groß.

Nina Neumann und Michaela Burkhardt sind für ein paar Tage zu Gast bei Freunden in Hude und haben dabei von der Veranstaltung gehört. „Das klang einfach interessant, das mussten wir uns anschauen“, verrät Nina Neumann. „Es gibt hier einfach so viele leckere Sachen“, schwärmt Michaela Burkhardt. Die Begegnung der Kulturen sei wirklich eine schöne Sache, sind sich beide einig.

Das findet auch Bereket Tsegay. Gemeinsam mit weiteren Flüchtlingen aus seiner Heimat verkauft der Eritreer traditionelle Spezialitäten wie Taita. Der runde pikante Teig wird von ihm je nach Wunsch der Kunden mit Paprika, Hähnchen, Gemüse, Spinat, Kartoffeln, Tomaten, Joghurt, Ei und Rindfleisch gefüllt. Seit knapp einem Jahr sind die Eritreer nun schon in der Gemeinde Hude untergebracht, langsam wird es auch ein Zuhause für sie: „Die Menschen hier kümmern sich sehr gut um uns“, lobt Tsegay.

Nachdem die Bühne gegen 14 Uhr wieder trocken ist und der Appetit der Besucher gestillt, verlagert sich das Fest auf die Bühne. Die Kinder des Kindergarten „Gänseblümchen“ und die Schüler der Grundschule Jägerstraße singen deutsche Kinderlieder, die Huder Breakdance-Gruppe beeindruckt durch ihre Körperbeherrschung, eritreische Trommler und syrische Sängerinnen zeigen, was sie können. Es wird gemeinsam gelacht, gefeiert und applaudiert – eine Begegnung der Kulturen“, die Lust auf mehr macht.

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