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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kabarett: Ein wahrer Star gibt sich die Ehre

14.04.2012

GANDERKESEE Bert Engel ist einer der ganz Großen. Er reiht sich mühelos in die erste Garde der Entertainer ein – irgendwo zwischen Johannes Heesters, Frank Sinatra und Rudi Carrell. Aber Bert Engel hat den Kollegen eine entscheidende Sache voraus: Er steht noch auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

Dass der fast 100-Jährige am Donnerstagabend mit einer kleinen Bühne in einem „Wohnzimmer oder ehemaligen Pornokino“ in „Bederkesa“, „Bad Gandersheim“, „Grundbergsee“ oder wo auch immer vorlieb nehmen muss – dem Haus Müller –, missfällt dem grantlerischen Conférencier zwar, doch zum Zwecke der Ausbildung seines Nachfolgers akzeptiert Bert Engel die Örtlichkeit dann doch. Schließlich gilt es, Entertainer-Azubi Matthias Brodowy vorzubereiten für die großen Bühnen der Welt.

Der hat seine Not mit den Aufgaben, die der ungeduldige Lehrmeister ihm stellt: Singen, Zaubern, Tanzen, Puppenspiel, Messerwerfen, Berlinern sind nur einige der Disziplinen, in denen sich Brodowy beweisen soll – und das alles auch noch auf Platt!

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Es ist kein Puppentheater, was die 68 Zuschauer am Donnerstag im ausverkauften Haus Müller zu sehen bekommen. Detlef Wutschik, der nur zum Schlussapplaus, seine schwarze Maske absetzt, erweckt Bert Engel und Werner Momsen, Malermeister im Ruhestand, der durch seinen nagelneuen Navigationsapparat versehentlich ins Haus Müller geraten ist, zum Leben. Perfekt wird die Illusion, als Engel sich von Azubi Brodowy eine schwarze Maske über den Kopf ziehen lässt, um Letzteren als Frank Sinatra in einer Rat-Pack-Parodie das Puppenspiel zu lehren.

So schwarz wie ihre Bühnenkleidung ist auch der Humor von Puppenspieler Wutschik und Kabarettist Brodowy – kein Wunder, droht doch der solarbetriebene Herzschrittmacher des großen Bert Engel an dunklen Tagen wie diesen seinen Dienst zu quittieren. Wutschik schreckt weder davor zurück, Bert Engel die verschüttete Asche aus Ilse Werners Urne inhalieren zu lassen – im Glauben, es handle sich um Kokain – noch verschenkt Brodowy den Lacher, der bei seinem Zaubertrick mit der Mini-Guillotine „Marie Antoinette“ von einer in der Körpermitte unter das Fallbeil gehaltenen „Kontrollmöhre“ ausgeht.

Das Ganderkeseer Publikum ließ Bert Engel am Donnerstag nur sehr widerwillig ziehen. Aber die Chancen auf Rückkehr stehen gut – schließlich hat Engel angekündigt, frühestens in 20 Jahren von der Bühne abzutreten.

Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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