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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

GEMEINDEHAUS: Elf Gruppen bangen um ihr Domizil

20.02.2008

RETHORN Gerade mal zwei Jahre lang steht das Gemeindehaus Rethorn unter der Regie des dortigen „Fördervereins“, da ist die Zukunft des Treffpunktes bereits wieder gefährdet. Der Grund: Der Oberkirchenrat hat sich dagegen ausgesprochen, dass das direkt vor dem Gemeindehaus stehende, ungenutzte Pfarrhaus separat verkauft werden darf. Dadurch droht, dass die elf im Gemeindehaus beheimateten Gruppen „heimatlos“ werden.

Kurz zum Hintergrund: Angesichts sinkender Kirchensteuereinnahmen will die ev.-luth. Kirchengemeinde Ganderkesee das Rethorner Pfarrhaus verkaufen, um ihre laufenden Kosten zu verringern. Ein Interessent, so heißt es, habe bereits „die Farbe ins Haus gestellt“, auch die Teilungsgenehmigung vom Landkreis liege vor. Parallel ist auch für das dahinter gelegene Gemeindehaus, das Katharina von Bora-Haus, eine Lösung gefunden: Seit dem 1. Januar 2007 hat hier der „Förderverein Gemeindehaus Rethorn“ die Schlüsselgewalt. Er garantiert der Kirchengemeinde, dass für sie keine Kosten anfallen – und bietet in den Räumen sieben kirchlichen Gruppen und vier familiär ausgerichteten Angeboten ein Domizil.

Bei der Gemeindekirchenratssitzung am Montag schilderten Wolfgang Wehner und Werner Janßen von der Liegenschaftsabteilung des Oberkirchenrates, dass sie für die gesamte Immobilie mit dem nicht entwidmeten Pfarrhaus nur ein „Entweder-Oder“ sehen: Entweder bleibe der Komplex im Eigentum der Kirchengemeinde – was aber nicht machbar, weil nicht finanzierbar sei, so Pastor Reinhard Arndt. Oder: Alles wird verkauft. Das wäre wohl das Ende des Gemeindehauses.

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Um dies abzuwenden, legten sich am Montag Kirchenälteste für den Förderverein ins Zeug. Eindringlich versuchten sie, die Gäste aus Oldenburg zum Einlenken zu bewegen. Letztlich einigte man sich auf ein Gespräch: Vertreter von Oberkirchenrat, Kirchengemeinde und Förderverein wollen versuchen, die Kuh vom Eis zu holen.

Nach dem Gezerre am Montagabend zeigte sich Ingo Wiegand, Vorsitzender des Fördervereins, durchaus optimistisch, dass das Gemeindehaus auch Gemeindehaus bleibt. Allen Beteiligten sei doch klar geworden, dass das Modell, wonach der Verein das Haus betreibt, „keine Eintagsfliege ist“. Durch Spenden schaffe es der Verein, die für den Betrieb notwendigen Nebenkosten (etwa 5600 Euro im Jahr) zusammenzutragen, man habe sogar eine kleine Rücklage bilden können.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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