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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Fuhrenkamp-Verein: Exkursionen locken 140 Naturfreunde

13.04.2011

HOYERSWEGE Förster sehen Wälder mit anderen Augen als der gemeine Spaziergänger. Das machte am Montagabend ein Vortrag deutlich, den Johannes Steffens, Leiter der Revierförsterei Stühe, bei der Jahreshauptversammlung des Fuhrenkamp-Schutzvereins im Hof Hoyerswege hielt. Wolle man die Entwicklung eines Waldes verfolgen, müsse man sich an natürliche Zeiträume gewöhnen, sagte Steffens und nannte ein Beispiel: „Bis eine Eiche richtig dick ist, vergehen 180 Jahre!“

In seinem Vortrag ging Steffens auf zwei Waldgebiete in der Gemeinde ein, die sich völlig unterschiedlich entwickelt haben: Stühe und Bürsteler Fuhrenkamp. Während im Stühe, der 2006 zum FFH-Gebiet erklärt wurde, Douglasien vorkämen, die mit bis zu 48,50 Metern Höhe zu den höchsten und ältesten Bäumen in der Region zählen, handele es sich beim Fuhrenkamp um keinen historischen Waldstandort.

Als er die Revierförsterei 1978 übernahm, habe er letzteres Gebiet durch den Orkan von 1972 fast vollständig zerstört vorgefunden, so Steffens. Er habe seinerzeit nicht erwartet, dass sich der Bürsteler Fuhrenkamp wieder zu einem Wald entwickeln würde.

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Steffens betonte in seinem Referat die Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit dem Wald. Dazu müssten ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden. Weiter appellierte er an die Zuhörer, auch Totholz und eine scheinbare Unordnung im Wald zu akzeptieren. „Die Natur kennt keine Ordnung“, lautete seine Botschaft.

Schlutterwald auf Agenda

Nicht Stellung nehmen wollte Steffens in der Versammlung mangels Kenntnis der Gegebenheiten zur Diskussion um das Waldstück in Schlutter, das einer Gewerbeansiedlung weichen soll. Der Fuhrenkamp-Schutzverein hingegen hat das Thema auf seine Agenda genommen. Wie Vorsitzender Dr. Klaus Handke berichtete, sei der Verein seit Januar mit dem Nabu im Gespräch. „Wir hoffen, dass die Planungen noch einmal überdacht werden“, so Handke. Allerdings halte er es für nicht angebracht, nur ,Nein’ zu sagen und keine konstruktiven Vorschläge zu machen.

In seinem Bericht ging Handke auf Pflegeeinsätze, Exkursionen, Vorträge und die Beteiligung an Diskussionsrunden des Vorjahres ein. Erfreut zeigte er sich über die Resonanz auf das Exkursionsangebot. Insgesamt 270 Teilnehmer (140 Personen) waren bei elf Ausflügen dabei, darunter sogar Naturfreunde aus Bremen und Oldenburg. Neu ist die Möglichkeit, Exkursionen als geschlossene Gruppe zu buchen.

Für 2011 kündigte Handke 13 Exkursionen an, die erstmals auch nachmittags angeboten würden. Geplant seien außerdem die Einrichtung einer Schul-AG, die Fortsetzung der Vortragsreihe „Natur“, die Beteiligung am Kommunalwahlkampf mit einer Podiumsdiskussion, die Mitwirkung an der geplanten Bürgerstiftung, die Teilnahme an der Aktion zur Bekämpfung des Riesenbärenklaus am 25. Juni sowie eine ornithologische Bestandsaufnahme zusammen mit dem Nabu. Zudem wolle der Schutzverein an verschiedenen Naturschutzprojekten mitwirken und sich bei Festen in der Gemeinde vorstellen, um weitere Mitglieder zu gewinnen. Geplant seien auch der Entwurf eines neuen Logos und eines neuen Flyers.

Klimaschutz bleibt im Fokus

Manuela Schöne stellte in der Versammlung die Aktivitäten des Aktionsbündnisses „Prima Klima“ vor. Zwei Vorträge zum Thema Klimaschutz haben 2010 bereits stattgefunden, weitere sollen folgen, wie Schöne berichtete. Zudem sei das Bündnis am Klimaschutzkonzept der Gemeinde beteiligt.

Abschließend stellte Phillip Glahé die Arbeit des Jugendparlaments vor. Letzteres wird sich zusammen mit dem Fuhrenkamp-Schutzverein an der Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl beteiligen und zusätzlich zwei eigene Informationsveranstaltungen für Jugendliche anbieten.

Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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