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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Fanfaren, Feuerwerk und kleine Fehler

17.05.2016

Wildeshausen Das Konzept hatte durchaus seinen Reiz: Eine Gildefest-Eröffnung mit gleich mehreren Wildeshauser Premieren, das hatte es schon lange nicht mehr gegeben. Doch die Kalte Sophie sorgte am Sonntagabend auf der Burgwiese für einige Kapriolen bei der Technik und kalte Füße bei den Besuchern.

Trotz des trüben Wetters waren die Zuschauerreihen überraschend gut gefüllt. Viele kamen aber erst recht spät und spontan. Denn pünktlich zum Beginn der Eröffnungsveranstaltung riss die Wolkendecke etwas auf und bis zum Feuerwerk sollte es auch trocken bleiben.

Auf auswärtige Showbands hatten die Organisatoren diesmal verzichtet. Dafür hatten sie ein spannendes Wildeshausen-Programm zusammengestellt. Die „Joyful Voices“ gingen dabei ein interessantes und mutiges Experiment ein. Ein Gospel-Chor bei der Gildefest-Eröffnung – passt das? Die Antwort dürfte Jein lauten. Denn so, wie der Funken in einer vollbesetzten Kirche schnell überspringt, so groß war doch die Distanz zwischen den Sängerinnen und Sänger und dem weit entfernt stehenden Publikum.

Gleichwohl gab es viel Applaus. Insbesondere für den Wildeshauser Dreierpack (die Gilde-Revue) zusammen mit dem Blasorchester Blow und dem Männerchor Euphonia.

Moderator Martin Siemer konnte aber noch eine weitere Wildeshauser Premiere vorstellen: Der Fanfarenzug Wildeshausen hatte seine erste eigene Show auf die Beine gestellt. Unter dem Titel „Disney“ hatte Kevin Klauke die Choreographie mit seiner Truppe einstudiert.

Mit dem Einmarsch von Tambourkorps, Spielmannszug, Wachkompanie, Musikkorps Wittekind und den Fahnenabordnungen der Kompanien entwickelte sich schnell wieder dieses typische Gilde-Gefühl auf den Rängen. Und unter großem Applaus wurde eine Serenade für den scheidenden Oberst gespielt. Ernst Frost hat der Gilde seinen Stempel aufgedrückt, das betonte auch General Jens Kuraschinski in seiner Ansprache. „Kaum eine andere Stadt kann auf eine solche Tradition zurückblicken“, meinte der Bürgermeister. Doch die Mischung aus der Bewahrung von Brauchtum und immer neuen Einflüssen sei das eigentliche Erfolgsrezept. Seit 1953 werde die Eröffnung auf der Burgwiese gefeiert, seit 2003 gibt es das Musikfeuerwerk, so Kuraschinski.

Am Sonntag allerdings fiel der krönende Abschluss nach dem Zapfenstreich dann zumindest teilweise ins Wasser. Technikprobleme sorgten dafür, dass Feuerwerker Ralf Fremy zunächst sein Spektakel nicht an den Himmel zaubern konnte.

Kälte und Nässe hatten den Computer lahmgelegt. Nach einigen Minuten wurde dann entschieden, das Feuerwerk ohne Musik abzufeuern. Zuvor hatte auch die Tonanlage einige kurze Wetteraussetzer gehabt.

Jasper Rittner
Redaktionsleitung
Redaktion Westerstede/Oldenburg
Tel:
04488 9988 2601

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