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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Fast-Heimspiel für Fürst Draculs Diener

01.02.2016

Ganderkesee Vampire, das wissen wir, sind Nachtgestalten. Gruselig, blutrünstig. Aber es gebe auch andere, sagt Jan-Eric Reising verschmitzt. Zum Beispiel einen, der in seinem Job als Diener aufgehe, der richtig melancholisch werden könne, mitunter sogar nahe am Wasser gebaut habe. Reising muss es wissen – schließlich verkörpert er genau diesen Vampir auf der Bühne. Der Hintergrund: Der 31-jährige Ganderkeseer hat sich der Schauspielerei verschrieben, besucht in seiner Freizeit die Stage Akademie (Oldenburg) – und wirkt aktuell an deren Stück „Chroniken eines Vampirs“ mit.

Aber von Anfang an. Schon in seiner Kindheit hatte Reising gern auf der Bühne gestanden. Zum Beispiel im Hort Ganderkesee, in dem die damalige Leiterin Monika Kurzawski Theaterstücke mit ihren Schützlingen organisierte.

Viel später – Ende 2012/Anfang 2013 – kam das Thema Schauspielerei wieder aufs Tapet. Reising hatte damals eine Knie-OP, es war fraglich, ob er Aikido weiter machen – oder sich ein anderes Steckenpferd suchen sollte. Der Ganderkeseer stieß damals auf einen Artikel über die Stage Akademie. „Da meldest du dich an“, sagte er sich.

Bei seinem Anruf in Oldenburg sei er zu einem Probetraining eingeladen worden – in den Kategorien Schauspiel, Gesang und Tanz. Vor Ort sei er – genau wie die anderen etwa 15 Teilnehmer – gleich mit eingebunden worden. „Für mich stand sofort fest: Das ist mein Ding.“ Es mache ihm einfach Spaß, Leute zu unterhalten.

Schon im Februar 2013 begann Reising – damals noch 28 – in der „Ü-30-Gruppe der Stage Akademie. Gemeinsam studierte man das Stück „At the movies“ ein, in dem Szenen aus verschiedenen Filmen aufgegriffen werden.

Parallel zu der Gruppenarbeit veranstalte die Akademie jährlich eine Aufführung mit größerer Besetzung, erzählt Reising. Auch da habe er mitgewirkt – bis dato allerdings eher in kleineren Rollen.

Das wurde mit „Chroniken eines Vampirs“ anders. Insgesamt mehr als 80 Akteure (inclusive Zweitbesetzung und Tanz-Ensemble) seien da beteiligt. Die Geschichte: Fürst Dracul kehrt nach 100 Jahren in sein mittlerweile verstaubtes Schloss zurück, trifft dort auf drei frühere Gefährtinnen – und sieht sich den Racheplänen der verbitterten Marguerite ausgesetzt.

Da gehe es auch um große Gefühle, sagt Reising. Für ihn als Draculs Diener sei es da natürlich eine Herausforderung, „möglichst überzeugend rüberzukommen“. Und: „Du kriegst mit, ob die Leute begeistert sind.“

Zur Premiere in der Weser-Ems-Halle seien etwa 1000 Zuschauer gekommen. Noch im Februar werde das Stück in Löningen und in der Oldenburger Kulturetage aufgeführt, dann allerdings spiele die Zweitbesetzung den Maximilian. Jan-Eric Reising wird am Sonnabend, 5. März, wieder in die Rolle des skurrilen Dieners schlüpfen – dann fast bei einem Heimspiel: Die Stage Akademie gastiert im Kleinen Haus in Delmenhorst.


Karten unter   www.nordwest-ticket.de 
Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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