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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Feuer und Flamme für die Gilde

04.06.2014
Frage: Wie sind Sie denn als Feuerwehrmann dazu gekommen, herum zu zündeln?
Fremy: Das ist wie ein Virus – einmal infiziert gibt es kein Zurück mehr...
Frage: Wann haben Sie sich infiziert?
Fremy: Als kleiner Junge. Mit acht Jahren habe ich Silvester geliebt – Knallfrösche, Raketen – das war toll. Natürlich hatte mein Vater die Oberhand.
Frage: Und am Neujahrstag sind Sie Blindgänger sammeln gegangen?
Fremy: Logisch. Aber wenn wir erwischt worden sind, gab’s mächtig Ärger...
Frage: Da sind Sie dann lieber zur Feuerwehr gegangen...
Fremy: Ja vor 25 Jahren – so lange bin ich schon bei den freiwilligen Kameraden in Wittmund. Berufsfeuerwehrmann bin ich beim Bund – und staatlich geprüfter Pyrotechniker seit zehn Jahren. Dafür muss ich 26 Feuerwerke unter Bewachung von Prüfern abschießen und Lehrgänge besuchen. Seit einigen Jahren habe ich eine eigene Firma.
Frage: Wie passt das zu Ihrem Beruf?
Fremy: Es schließt sich nicht aus. Im Gegenteil. Viele Feuerwehrleute haben das Zertifikat – für Katastrophenschutzübungen.
Frage: Was fasziniert Sie als Erwachsener am Feuerwerk?
Fremy: Es ist einfach schön, wenn man den ganzen Tag aufgebaut hat und dann das Ergebnis am Himmel sieht.
Frage: Nachdem anzünden?
Fremy: Nee. Per Knopfdruck. Da läuft keiner mehr der Fackel rum. Heute ist alles Computergesteuert. Man drückt auf den „Enter-Knopf“ und los gehts.
Frage: Wo drücken Sie überall Knöpfe?
Fremy: Auf Volks- und Schützenfesten, Jahrmärkten, Firmenjubiläen und Hochzeiten – im ganzen norddeutschen Raum.
Frage: Gibt’s zur Hochzeit das gleiche Spektakel, wie beim Schützenfest?
Fremy: Wenn der Kunde will und das nötige Geld hat, ja. Aber Hochzeiten gestalten wir romantischer – mit passender Musik, zu dem das Feuerwerk abbrennt.
Frage: Zum Beispiel?
Fremy: Lieder von der Gruppe Unheilig eignen sich – „Geboren um zu Leben“ ist schön dazu.
Frage: Gibt’s auch Klassiker?
Fremy: Nein. Ich mach nichts doppelt.
Frage: Beim Gildefest gibt’s also eine Überraschung?
Fremy: Ja. Die wird auch nicht verraten.
Frage: Ein kleiner Tipp?
Fremy: Das Spektakel wird zwölf bis 14 Minuten dauern – mit mehreren Musikstücken. Und es gibt eine Premiere – zum ersten Mal werden wir eine Feuereshow inszenieren.
Frage: Ihr persönlicher Höhepunkt bleibt aber Silvester?
Fremy: Ach nein – die Zeiten sind vorbei. Ich will nicht mehr draußen rumstehen – lieber trinke ich gemütlich meinen Sekt mit Freunden und meiner Familie.
Frage: Und ihre Kinder? Haben Sie kleine Nachwuchsfeuerwerker zuhause?
Fremy: Mein fünfjähriger Sohn ist tatsächlich schon Feuer und Flamme. Und meine Tochter ist eine ganz Mutige.
Die offizielle Auftaktveranstaltung zum 611. Gildefest findet am Sonntag, 8. Juni, ab 20.30 Uhr auf der Burgwiese statt. Musikalisch wird die Eröffnung vom Fanfarenzug Wildeshausen, der Blaskapelle „De Contactpuntjes“ und dem deutschen Meister der Showmusikzüge „Starriders Drum & Bugle Corps, dem Tambourkorps, dem Spielmannszug und dem Musikkorps Wittekind begleitet. König und Schaffer, General und Adjutant schreiten die Front der Wachkompanie ab. Es folgt die Ansprache des Generals und der große Zapfenstreich. Zum Abschluss wird das Feuerwerk gezündet.
Lea Bernsmann
Redakteurin
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2106

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