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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

ROMAN: Fiktives und Fakten über Oscar Wilde

05.04.2006

SANDHATTEN Oscar Wilde ist ihr Favorit unter den Schriftstellern. Selbst ihr Sohn trägt den Namen eines Romanheldens.

von Anja rohde SANDHATTEN - Bei der Überreichung der Abiturzeugnisse sagte ihre Deutschlehrerin: „Versprechen sie mir, dass sie etwas aus ihrem Talent machen“. Dieses Versprechen hat Katharina Lindner gehalten. Im Februar dieses Jahres ist ihr Roman „Zeugnis einer Liebe“ erschienen.

In dem Roman erzählt die 26-Jährige, die seit dem Wintersemester 2003 Germanistik und Soziologie in Oldenburg studiert, die Geschichte des irischen Schriftstellers Oscar Wilde, dem wegen einer gleichgeschlechtlichen Beziehung 1895 der Prozess gemacht wurde. In Lindners Werk trägt Wilde den Namen Fingal Flaherty. Um urheberrechtlichen Streitigkeiten vorzubeugen, habe sie zwei der zahlreichen Vornamen Wildes für ihren Romanhelden gewählt, erklärt die Autorin. Auf 236 Seiten erlebt der Leser die Liebesgeschichte zwischen Lord Douglas Adam (eigentlich Lord Alfred Douglas) und Flaherty mit, die Lindner aus dem England des 19. Jahrhunderts ins Hier und Jetzt verlegt hat. Vieles orientiert sich an den Fakten, manche Szene ist fiktiv, um Handlungsstränge miteinander verknüpfen zu können. Diese Kunstgriffe seien nötig gewesen, denn nicht alles sei überliefert, erklärt Lindner. Auch Details wie die tatsächliche Schuhgröße Wildes fanden im Roman ihren Platz.

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Gut drei Monate der Recherche benötigte die Autorin, bevor sie die erste Zeile zu Papier brachte – und noch einmal die selbe Zeit, um den Roman zu schreiben. Zumeist an den Vormittagen, wenn Sohn Dorian (benannt nach Wildes bekanntem Romanhelden Dorian Gray) in der Schule ist, und in den späten Abendstunden, wenn Ruhe eingekehrt ist, „wird es kreativ“, sagt sie.

Das nun veröffentlichte Buch hatte Lindner bereits 2001 fertig gestellt. Da steckte die gebürtig aus Eisenach stammende Autorin noch in der Ausbildung zur Industriekauffrau im thüringischen Seebach. „Jetzt den Roman in Händen zu halten, ist ein schönes Gefühl“, freut sich Lindner, die seit 2003 mit ihrem Lebensgefährten Holger Gerdes in Sandhatten lebt.

Bereits mit 15 Jahren begeisterte sie sich für Wilde und sein Werk. „Er ist in der klassischen Literatur mein unumstrittener Favorit“, schwärmt sie. Es reifte die Idee, sein Leben nicht zu einer „verstaubten Biographie“, sondern zum Roman zu verarbeiten. Faktenvermittlung auf unterhaltsame Weise. Fachwissen brauche es aber nicht, um den Roman zu verstehen. Wenngleich er auch nicht „zwischen Bügeln und Wäsche waschen“ gelesen werden könne, betont Lindner.

„Zeugnis einer Liebe“ ist nicht ihr Erstling. Erste schreiberische Gehversuche unternahm Lindner bereits mit sieben Jahren. Seit dem sind weitere Romane entstanden, die in der Schreibtischschublade auf Verleger warten.

Einer hat die Manuskripte aber bereits gelesen: Lindners Vater. „Ich lege wert auf seine Meinung“, sagt sie. Und bevor er nicht einen Blick auf die Texte geworfen hat, bekommt auch kein anderer sie zu Gesicht.

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NWZ/LANDKREIS/HATTEN

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