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Aktualisiert vor 8 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Freiheit, Nervenkitzel, Adrenalin

29.02.2012

SANDKRUG Hoch oben am Trapez, „da ist ganz viel Freiheit, da ist Nervenkitzel, da ist Adrenalin pur.“ Zirkusartistin Lisa Rinne sitzt Zuhause in einem Korbstuhl, die Beine zum Schneidersitz übereinandergeschlagen, eine Tasse Tee in der Hand, und erzählt, mit einem Strahlen in den Augen, von ihrer Arbeit. Zuhause, das ist für die 24-Jährige immer noch Sandkrug, hier ist sie aufgewachsen. Eine gute Woche ist sie jetzt wieder einmal bei ihren Eltern, einmal durchatmen.

Dann geht es zurück nach Köln, zu der Halle, die mehr als neun Meter hoch ist, wo ihr Trapez genug Platz zum Schwingen hat. Fünf Tage die Woche trainiert sie dort, zwei Stunden in der Luft, zwei am Boden. Und so, mit viel Arbeit und noch viel mehr Freude an dieser Arbeit, hat sie es bereits weit geschafft: Beim „Festival Mondial du Cirque de Demain“ Ende Januar in Paris gewann sie mit ihrer Nummer die Silbermedaille.

Der Pariser Wettkampf gilt als das zeitgenössische Pendant zu dem eher traditionellen Zirkus-Festival von Monte-Carlo. Im „Le Phénix“, einem der größten Zelte Europas, durfte Lisa Rinne mit ihrer Show als eine von 24 ausgewählten Nummern vor Publikum und Jury auftreten. „Das Zelt war groß, die Bühne war groß, und die Stimmung war großartig“, erzählt sie.

Ihre Show, die sie dort am schwingenden Trapez zeigte, hat sie technisch angelegt, keine Geschichte, keine Charakterdarstellung. Es geht einfach nur um das Trapez und um sie. „Das macht mir ganz viel Spaß da oben, und diese Freude und Leichtigkeit wollte ich dem Publikum zeigen, mit dem Publikum teilen.“

Studiert hat sie das Trapezturnen an der Akademie für Zirkus- und Darstellungskunst im niederländischen Tilburg. Vier Jahre standen Kunstübungen und Körpertraining, Theaterklassen und Tanzstunden auf ihrem Stundenplan, im Sommer vergangenen Jahres bekam sie schließlich ihren Bachelor.

Jetzt arbeitet Lisa Rinne als freischaffende Künstlerin. Zusammen mit dem Handstandartisten Andreas Bartl tourt sie als „Circus Unartiq“ nicht nur durch Deutschland. Im Sommer zeigen sie auf Straßenfestivals und Mittelalterfesten draußen ihr Können, im Winter treten sie in hohen Hallen auf. Gerade hat sie einen Vertrag für eine Show in Japan unterschrieben. Und im Herbst wird sie in Moskau auftreten. Das Pariser Festival war auch gut als Kontaktbörse.

„Fast die Hälfte meiner Arbeitszeit sitze ich vorm Computer und schreibe Veranstalter an“, erzählt Lisa Rinne von ihrem Alltag. „Das denkt man sich vorher nicht so.“ Doch die Vorbereitungen gehören zur Show dazu, vor allem die letzten Handgriffe kurz vorher.

„Mein Trapez hänge ich immer selber auf“, sagt sie. „Ich habe Respekt vor der Höhe. Und so fühle ich mich dann wohler. Letztendlich hängt mein Leben an ein paar Karabinerhaken.“ Schwer verletzt hat Lisa Rinne sich bei ihrer Arbeit – wohl wegen der guten Sicherung – noch nie. Allerdings hat sie nahezu ständig blaue Flecken und aufgeschürfte Stellen von dem Trapez. „Man mutet seinem Körper schon viel zu.“

 @   http://www.unartiq.de

Stefanie Dosch Newsdeskmanagerin / Politikredaktion
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