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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Freiwillige verlassen die Villa

02.10.2013

Hude Noch lauschen Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen Jahres und des Bundesfreiwilligendienstes verschiedenen Seminaren im Haus Marienhude. Doch damit ist bald Schluss: Innerhalb der nächsten vierzehn Tage sei mit einem Verkauf der alten Bornemann-Villa an der Hohen Straße zu rechnen, teilte Uwe K. Kollmann, Vorstand des Diakonischen Werks Oldenburg, auf Nachfrage der NWZ  mit. „Wir haben einen ernst zu nehmenden Interessenten, mit dem wir in engen Verkaufsverhandlungen stehen“, so Kollmann weiter. Es handle sich um einen privaten Käufer. Nähere Informationen möchte das Vorstandsmitglied erst nach Abwicklung des Geschäftes mitteilen.

Laut Kollmann hat es „einige spannende Interessenten gegeben“, allerdings seien ein paar wieder abgesprungen. „Sie haben sich dem Sturm der Gemeinde nicht aussetzen wollen“, so der kaufmännische Vorstand. „Die Änderung der örtlichen Gegebenheiten“ habe nach Kollmanns Aussage einige Interessenten abgeschreckt.

Im Dezember hatte der Gemeinderat eine Änderung des Bebauungsplanes Nr. 15e „Kernort Hude/Hohe Straße“ beschlossen. Zuvor ließ der seit 1993 geltende Bebauungsplan auf einem Streifen entlang der Lerchenstraße eine zweigeschossige Bebauung zu. Baumaßnahmen an der ehemaligen Fabrikanten-Villa aus dem Jahr 1905 selbst sind laut Hudes Bürgermeister Axel Jahnz aufgrund des Denkmalschutzes nicht ohne Weiteres möglich.

Ein weiterer Grund für das Abspringen einiger Interessenten sei laut Kollmann der Wunsch der Gemeinde, die Räumlichkeiten auch weiter für Veranstaltungen nutzen zu können. Allerdings sei immer noch „eine Reihe von Interessenten“ geblieben. Bei der Auswahl habe die Diakonie in enger Abstimmung mit der Gemeinde gestanden. „Wir achten sehr darauf, dass die Lösung für alle Seiten zufriedenstellend ist“, so Kollmann.

Dies bestätigte Bürgermeister Axel Jahnz. In einem persönlichen Gespräch habe der potenzielle Käufer signalisiert, der Gemeinde die Villa weiterhin zur Verfügung zu stellen. Der Gemeinde sei wichtig, dass dort auch in Zukunft musikalische, literarische und kulturelle Veranstaltungen wie das Internationale Bildhauersymposion stattfinden können. „Das ist wirklich ein hochsensibles Thema“, so Jahnz, „wir möchten, dass unsere Interessenslage berücksichtigt wird.“ Die Zusammenarbeit mit der Diakonie habe gut funktioniert, nun warte die Gemeinde auf einen Rückruf Kollmanns mit Informationen zum Fortschritt der Verkaufsverhandlungen.

Zum 1. Juli 2011 war das Haus Marienhude als Bildungsstätte für den Zivildienst geschlossen worden. 25 Jahre lang waren Zivildienstleistende auf ihren Einsatz vorbereitet worden. Ursache für die Schließung war die Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes.

Von der Diakonie veranlasste Vermessungsarbeiten an dem Gebäude hatten Ende August vorigen Jahres für Unruhe gesorgt. Daraufhin änderte die Gemeinde den Bebauungsplan. Der Diakonie-Vorstand hatte danach betont, dass die Vermessung lediglich der Wertermittlung gedient habe. Im selben Monat gab das Diakonische Werk Oldenburg bekannt, gemeinsam mit der Kommunalpolitik sowie der Gemeinde ein einvernehmliches Konzept für die Nutzung der Bildungsstätte und des dazugehörigen Grundstückes zu erarbeiten.

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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