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AKTION: Freizeitangebot richtet sich speziell an Demenzkranke

10.10.2006

WARDENBURG WARDENBURG/AD - In der Gemeinde Wardenburg wird es demnächst ein Freizeitangebot geben, dass sich an demenzerkrankte Menschen richtet: Unter Federführung der Diakonie bieten sieben ehrenamtliche Helferinnen einen Treff an. Dieses Angebot ist im Landkreis Oldenburg bisher einzigartig.

Los geht’s erstmalig am Montag, 13. November. Der Treff findet an jedem zweiten und vierten Montag im Monat, immer von 15 bis 17 Uhr, in der Tagesbetreuungsstätte des Diakonischen Werkes am Brooklandsweg statt.

Die Betroffenen können an den Nachmittagen zusammen mit den Helferinnen kochen, backen, basteln, singen, Brettspiele oder Karten spielen sowie spazieren gehen. Gemeinsame Ausflüge wird es auch geben. Die Betreuerinnen nehmen gerne Wünsche zur Gestaltung der Nachmittage an.

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„Menschen, die an Demenz erkrankt sind, ziehen sich erfahrungsgemäß zurück. Die Hemmschwelle, offen mit der Krankheit umzugehen, ist sehr hoch“, weiß Ulrich Schleppegrell, Leiter des Diakonischen Werkes Oldenburg-Land. Das Angebot soll zudem als Entlastung für pflegende Angehörige gedacht sein, die so auch einmal Zeit für sich in Anspruch nehmen können.

„Es gibt kaum Freizeitangebote für demente Leute. Denen wollen wir etwas bieten“, sagt Liesa Tempelmann, eine der Betreuerinnen.

Einen Fahrdienst gibt es bisher noch nicht. Angehörige müssten demnach die Demenzerkrankten zum Treff bringen und wieder abholen. Jedoch: „Wenn das Angebot gut angenommen wird, lässt sich über einen Fahrdienst nachdenken“, erklärt Ulrich Schleppegrell.

Pro Stunde kostet das Angebot 11,50 Euro pro Teilnehmer. Enthalten sind eine kleine Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlichen Helferinnen und die Materialkosten. Angehörige können aber 460 Euro pro Jahr über die Pflegeversicherung geltend machen. Auskunft gibt die Diakonie unter 04435/50 08 oder die jeweiligen Pflegekassen.

Zum Betreuerteam gehören Bernhild Jäger, Regina Jensen, Liesa Tempelmann, Wilma Hinrichs, Inge Ziemer, Elke Dömskie und Christiane Börgel. Ein Teil der Helferinnen hat bereits einen dreitägigen Kursus im Lutherstift Falkenburg abgelegt, wo der Umgang mit Demenzerkrankten geschult wird. Die anderen werden dies noch nachholen.

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