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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Fröhlich eingestimmt aufs 611. Gildefest

17.02.2014

Wildeshausen In der Wildeshauser Schützengilde wird ein neuer Orden eingeführt. Auf Antrag der Kompanie Cornauer Tor erhalten künftig alle Personen, die 60 Jahre der Gilde oder 60 Jahre der Königskompanie angehören, einen Orden. Diesen Beschluss hat die Generalversammlung am Sonnabend gefasst. Ein Gildemitglied kann diesen Orden somit frühestens zum 78. Geburtstag erhalten.

298 Männer hatten sich in der Widukindhalle eingefunden. Zunächst war die Generalversammlung der Totenlade abgehalten worden. Der Versicherung auf Gegenseitigkeit gehörten im Vorjahr 5762 Personen an (2012: 5672). Das Totengeld beträgt weiter acht Euro im Jahr. Im Todesfall erhalten Angehörige derzeit 350 Euro. Geplant ist, es in vier bis fünf Jahren auf 500 Euro zu erhöhen. 2013 betrug der Überschuss 44 132 Euro. Damit befinden sich nunmehr 535 842 Euro in der Versicherung.

Buh-Rufe

Hatte sich der General der Gilde, Bürgermeister Dr. Kian Shahidi, für die Totenlade noch entschuldigen lassen, war der höchste Repräsentant der Gilde für die anschließende Generalversammlung erwartet worden. Doch er fehlte unentschuldigt, wie der Adjutant des Obersts, Andreas Tangemann, anmahnte. Das quittierten die Mitglieder in der Halle mit Buh-Rufen.

Flut von Aufklebern

Zustimmenden Applaus gab es selbstverständlich auf die obligatorische Frage von Oberst Ernst Frost, ob denn auch in diesem Jahr das Gildefest gefeiert werden soll. Zuvor hatte Frost aber den mahnenden Zeigefinger erhoben. Die Aufkleber, die die rund 100 Gildeclubs herstellen ließen, würden überall in Wildeshausen an Schilder und Wände geklebt. „Das muss aufhören“, appellierte er. Die Stadt wolle das nicht länger hinnehmen und habe Konsequenzen angekündigt.

Beim Rückblick auf das Gildefest 2013 hob Frost nicht nur Gildekönig Jörg Schilling und Schafer Christian Harting hervor, sondern betonte, dass der Handwerkermarkt immer mehr zu einem Magneten des Festes werde. Auch seien die Richterversammlungen ein Erlebnis für die Besucher. 2722 Gildemitglieder seien am Pfingstdienstag ausmarschiert. Dass das Gildeleben funktioniere, so Frost, könne auch daran festgemacht werden, dass die Kompanieversammlungen immer mehr Anklang fänden.

Hinsichtlich des nächstens Gildefestes regte der Hauptmann der 3. Kompanie Westertor, Heinrich Hüls, an, sich über das Kinderschützenfest auf dem Marktplatz Gedanken zu machen, um es attraktiver zu gestalten. Jürgen Luthardt, der Sprecher der Königskompanie, sprach an, dass die Gestaltung des Gilde-Mittwochs verbessert werden müsse.

Eine wohl selbst in der Königskompanie umstrittene Idee brachte Hermann Petermann als Anregung in die Generalversammlung hinein, um die Zahl der Königsbewerber zu erhöhen. „Mit der Königswürde sollte sofort der Jahresbeitrag für die Gilde entfallen.“ Der beträgt weiterhin 26 Euro im Jahr.

Im Vorjahr nahm die Gilde 269 827 Euro (2012: 249 315 Euro) ein. Dem standen Ausgaben von 254 984 Euro (2013: 249 315 Euro) gegenüber. Die Mitgliederentwicklung im Vorjahr war mit 3495 Männern (2012: 3426) positiv.

Die 298 anwesenden Gilde-Mitglieder sangen zum Abschluss der Generalversammlung das Wildeshausen-Lied. Dann ging es zum gemütlichen Teil über. Dabei sorgten der Wildeshauser Spielmannszug und das Musikkorps Wittekind für Unterhaltung.

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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