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Aktualisiert vor 8 Minuten.

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Polizei gibt Entwarnung

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Fünf Jahrhunderte auf einen Streich

12.06.2013
Frage: Frau Perl, wo sind Sie gerade?
Perl: In meinem Spielzeugbauernhaus in Winkelsett: ein Hof von 1890 mit rotem Backsteinklinker, Schafen, Hühnern, Pferden und Kutschen. Ich bin hier, so oft ich kann. 130 Tage im Jahr bin ich auf Tour.
Frage: Sind Sie dann per Kutsche auf Tournee?
Perl: Nein. Leider bin ich als Künstlerin darauf angewiesen, mit Bahn, Flugzeug und Auto zu reisen. Mit der Kutsche fahren wir in den Urlaub in umliegende Ortschaften. Ich mag das langsame Reisen.
Frage: Sie spielen Musik aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und wohnen in einem historischen Gebäude, hätten Sie gerne früher gelebt?
Perl: Nein. Ich lebe schon gerne in der Gegenwart. Aber das 17. Jahrhundert hat viel mit unserer Zeit gemein: eine ähnlich zerrüttete Zeit voller Kriege, politischer Machenschaften und religiöser Konflikte. Und es künstlerisch sehr interessant und inspirierend.
Frage: Inwiefern?

Kartenvorverkauf für „los oTros“

Im Klostersommer präsentiert der Huder Kulturverein „Impuls“ zwei Veranstaltungen, die vor der Kulisse der historischen Ruine geplant sind: „Ein Sommernachtstraum“ mit der Bremer Shakespeare Company am Freitag, 21. Juni, und ein musikalischer Abend mit „Los Otros“ am Sonnabend, 22. Juni. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Im Vorverkauf gibt es nur noch Karten für „Los Otros“ (in Hude im Tabac-Store Wessel oder über www.nordwest-ticket.de) zum Preis von 18 Euro (Impuls-Mitglieder 15 Euro). Für den „Sommernachtstraum“ sind die im Vorverkauf angebotenen Karten bereits vergriffen.

Bei schlechtem Wetter finden beide Veranstaltungen in der St. Elisabeth-Kirche statt.

Schönwetter-Tickets (jeweils 300) gibt es bei trockenem Wetter für beide Veranstaltungen (20 Euro bzw. 17 Euro für Mitglieder) an der Abendkasse.

Perl: In dem Programm, das ich mit „Los Otros“ in Hude präsentiere, spielen wir Lieder aus der Zeit des Malers Peter Paul Rubens. Auf unseren Nachforschungen haben wir uns viel mit ihm beschäftigt und sein Umfeld beleuchtet. Er ist als Diplomat viel durch Europa gereist. Wir werden französische, englische, italienische und niederländische Stücke spielen, singen und tanzen. Zum Ensemble gehört nämlich auch ein Tänzer...
Frage: ...der alte Tänze vorführt?
Perl: Auch. Aber Steve Player ist ebenso ein Improvisator – er macht viel spontan, passt sich seiner Umgebung an, in der er auftritt. Wir spielen ebenfalls nicht nur nach Plan, sondern lassen uns leiten – aus dem Moment heraus.
Frage: Sie spielen Gambe, was ist das für ein Instrument?
Perl: Sie sieht aus, wie ein Cello. Ist aber mit der Laute und der Gitarre verwandt. Es gibt sie in vielen verschiedenen Größen. Zuhause habe ich sieben Stück und an der Hochschule in Bremen, wo ich unterrichte, stehen noch mehr. Ich spiele die Gambe, seitdem ich fünf Jahre alt bin. Als Tochter einer Musikerfamilie habe sie bei einem Konzert entdeckt und war sofort hin und weg.
Frage: Spielen Sie nur klassische Stücke?
Perl: Auf Konzerten schon. Dazu gehören aber auch moderne Sachen. Privat sind mein Mann und ich in einer Rockband. Dafür habe ich eine elektrische Gambe. Wir covern Lieder der Beatles und vom Pink Floyd.
Frage: Ihr Mann, Lee Santana, ist ebenfalls Musiker und ihr Duettpartner – haben Sie sich so auch kennengelernt?
perl: So in etwa – wir haben uns am Bahnhof in Bremen getroffen und uns an unseren Instrumenten erkannt. Lee spielt Laute. Seitdem lieben wir uns – und machen zusammen Musik.
Frage: Was hören Sie beide denn privat am liebsten?
perl: Ehrlich gesagt wenig. Wenn, dann Jazz. Wir beschäftigen uns beruflich ja immer mit Musik, da können wir zu Hause auch mal etwas Ruhe gebrauchen.
Frage: Sie treten in mehren Ensembles auf – mit verschiedenen Stilrichtungen. Was liegt Ihnen besonders am Herzen?
perl: Ganz einfach – immer das, was ich gerade mache.
Frage: Können Sie sich ein Leben ohne Musik vorstellen?
perl: Nein. Niemals. Musik ist ein lebenswichtiger Klebstoff, der die Dinge zusammenhält.
Frage: Wenn Sie ein Instrument wären, welches wären Sie?
perl: Natürlich eine Gambe. Sie hat einen faszinierenden Charakter – glatt und rau, hoch und tief, erdig und warm. Ihr Klang ist der menschlichen Stimme sehr ähnlich.
Frage: Worauf können sich Ihre Zuhörer am 22. Juni in Hude noch freuen?
perl: Auf ein buntes Anti-Kriegsprogramm aus dem 17. Jahrhundert. Mit fröhlichen, interkulturellen Einflüssen und Klageliedern – einst über die Pest geschrieben, heute vielleicht auf die Flutkatastrophe übertragbar. Ein Abend im historischen Ambiente – auch für Klassikneulinge.
Lea Bernsmann Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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