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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Für eine freie und tolerante Gesellschaft

27.01.2017

Wildeshausen Heute vor 72 Jahren, am 27. Januar 1945, befreiten sowjetische Truppen das Vernichtungslager Auschwitz. Es sei das Synonym für die Ermordung von circa sechs Millionen Juden in Europa, sagte Bodo Riethmüller vom Landesverband der jüdischen Gemeinden während des Holocaust-Gedenktages am Donnerstag auf dem jüdischen Friedhof in Wildeshausen.

„Es gilt, die Erinnerung wach zu halten“, betonte er; denn dafür sei dieser Gedenktag da. Der kürzlich verstorbene ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hatte diesen Tag, in Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus, am 3. Januar 1996 eingeführt.

Jeder müsse für eine Welt ohne Hass eintreten, so Riethmüller. In die gleiche Kerbe schlug auch der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Däubler. „Gedenkstunden legen Zeugnis über das ab, was heute gilt. Wir erinnern am 27. Januar an die Verbrechen gegen die Menschlichkeit damals in der NS-Zeit, aber auch im Heute, in unserer Gegenwart und wir setzen unsere Werte einer freien, humanen und toleranten Gesellschaft entgegen“, sagte Däubler und richtete seine Worte an die etwa 70 Schüler, Lehrer, Vertreter der Stadt und Bürger, die an dieser Gedenkstunde teilnahmen. Mit einer Bitte beendete Däubler seine Rede: „Misstrauen wir denen, die komplexe Probleme und Konflikte unserer Gegenwart mit einfachen Parolen auf Kosten von Mitmenschen lösen. Wehren wir uns.“

Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen, die dieses Mal Kooperationspartner des Gedenktages waren, lasen die Namen der ermordeten jüdischen Bürger aus Wildeshausen vor. Anschließend wurden Kränze niedergelegt.

Nach der Gedenkstunde ging es gemeinsam in die Aula der BBS. Dort führte die Theater-AG „TaBBS“ das Stück „Doch einen Schmetterling hab ich hier nicht gesehen“, von Lilly Axter auf. Wie haben Kinder im Ghetto, in Konzentrationslagern, im Untergrund gelebt, was haben sie gespielt, wie sah ihr Tagesablauf aus? Vier Handlungsfäden sind dabei miteinander verwoben – inmitten eines bedrückenden Klimas erkennt der Zuschauer die kleinen alltäglichen Heldentaten von Kindern, ihre Wünsche und Träume. Gleichzeitig vermittelt das Stück ohne falsche Erklärungen das Bild einer Zeit, die gerade wegen ihrer unvorstellbaren Grausamkeit nicht vergessen werden darf.

Den Staffelstab gaben die Schülerinnen und Schüler der BBS nach der Theateraufführung an die Realschule weiter, die sich bis 2018 intensiver mit dem Thema Holocaust beschäftigen wird.

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Niklas Benter Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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