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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Sehenswürdigkeit: Gästeführer auf den Spuren der Zimtrose

19.05.2017

Sandkrug Fünf steinerne Treppenstufen mitten im Bürgerpark von Sandkrug: Was hat das zu bedeuten? Ein Tourist aus der Nähe von Aachen fragte Einheimische: „Ist das ein Denkmal?“ Achselzuckende Antwort der meisten Spaziergänger: „Keine Ahnung. Die stehen schon seit jeher da.“

Nein, ganz falsch: Sandkrug verdoppelte seine Einwohnerzahl im Jahre 1946, als unzählige Flüchtlinge und Vertriebene aus Ostpreußen und Schlesien hier auf dem Bahnhof ankamen und „ganz schnell“ untergebracht werden mussten.

Renate und Wolfgang Riemer, beide rosenbegeistert und naturverbunden, aber erst in den 70er Jahren zugezogen, stießen bei Nachforschungen auf diese Notzeit. Zwischen den heutigen Kirchen an der Bahnhofstraße entstanden damals kleine Einfachhäuser, die aber schon Anfang der 60er Jahre wieder abgerissen wurden. Die Steinstufen blieben.

Und was ist daran heute noch interessant? Ganz in der Nähe der fünf Treppenstufen stehen drei Pflanzen des „Gefüllten Zimtröschens“. Letztere war schon im Mittelalter bekannt und in ganz Europa geschätzt, z.B. unter den Namen „Rose du Saint Sacrament“ und „Rosier de Mai“ und „Mairöschen“.

Die Zimtrose mit ihren leuchtend rotbraunen Zweigen, dem auffälligen hellgrünen Blattwerk und dem schönen Rosa ihrer kleinen Blüten (etwa drei Zentimeter Durchmesser) war in ihrer gefüllten Form eine der frühesten europäischen Gartenrosen überhaupt. Erwähnt wird sie schon 1583 in einem Buch über Gartenpflanzen. Sie ist sehr selten geworden, weil sie nur im Mai für etwa zwei Wochen blüht und deshalb von den öfterblühenden Rosen aus den Hausgärten verdrängt wurde.

Michael Ketelhut vom Team der „Gästeführer der Gemeinde Hatten: „Wir befinden uns auf den Spuren dieser Zimtrose und sind inzwischen darauf gestoßen, dass sie an mindestens zwei Stellen in Sandkrug und Hatterwüsting, dort am Voßbergweg, auftaucht.

Ketelhut will es nun genau wissen: „Wo, bitte, gibt es in Hatten, besonders im Bereich zwischen Sandkrug und Kirchhatten, die gefüllte Zimtrose außerdem noch?“, lautet seine Frage und gibt auch noch ein paar Tipps für Suchende. Wem im Mai als eine der ersten Rosen solch eine Blüte begegne, dann sei es vielleicht ein Zimtröschen. „Bitte lassen Sie sich nicht davon irritieren, dass der Strauch mit seinen leuchtend roten bis rotbraunen, dünnen Trieben eher im Wuchs einer Schneebeere als einer Rose ähnelt und dass die edel gerollte Knospe und die spätere Blüte nur etwa drei Zentimeter groß, also winzig, sind.“

Über Hinweise auf weitere Standorte der seltenen Blumen würde sich der Gästeführer sehr freuen. Telefonisch zu erreichen ist er unter Telefon  0 44 81/9 86 75.

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