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Mehr als 200 Tote nach Explosionen in Sri Lanka
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Aktualisiert vor 27 Minuten.

Liveblog Nach Anschlag Auf Hotels Und Kirchen
Mehr als 200 Tote nach Explosionen in Sri Lanka

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Zwischen Minimalismus und musikalischer Intensität

29.01.2019

Ganderkesee Restlos besetzt war am Sonntagabend die Kirche St. Cyprian und Cornelius beim Konzert zum Gedenken an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Zu Beginn bat Pastorin Susanne Bruns um besinnliche Anteilnahme nach den musikalischen Werken, so dass der verdiente Applaus erst ganz am Schluss die hervorragend eingestellten Musizierenden honorierte.

Als Vortragende sorgten das Städtische Orchester Delmenhorst mit dem Chor der St. Cyprian-Kantorei und den routinierten Solisten Miriam Meyer (Sopran), Nicole Pieper (Alt), Henning Kaiser (Tenor) und Gregor Finke (Bass) unter der musikalischen Leitung des Kreiskantors Thorsten Ahlrichs für einen sehr harmonischen und einprägsamen Hörgenuss.

Zu Beginn gab es ein Stimmengewirr aus verschiedenen Richtungen des Raumes. Dieses bündelte sich im „Wallfahrtslied“ von Arvo Pärt zu traurig-monotonen Gesängen mit minimalistischer Streichquartett-Untermalung. Das Lied „Wir sind die Moorsoldaten“ erschien im nahezu melodiefreien Werk genauso sinnfrei, wie es auch die Toten eines Krieges sind. Die ostinaten Klänge verloren sich zum Schluss in die Stille der Ewigkeit.

Derartig eingestimmt ging es weiter mit dem Hauptwerk des Abends, dem legendären Requiem von Mozart, in einer sehr feinsinnigen Vervollständigung des jungen französischen Komponisten Pierre-Henri Dutron aus dem Jahr 2016. Ein merklicher Ruck der wohligen Anspannung ging durch das Publikum, als die erste Melodie des Fagottes, einfühlsam gespielt von Feyzi Cokgez, das monumentale Werk eröffnete. Wie gut das Städtische Orchester Delmenhorst durch Orchesterleiter Adrian Rusnak und seinen Vater László Rusnak (Konzertmeister) für dieses Konzert eingestellt war, erwies sich im weiteren Verlauf in glänzender Harmonie mit dem temperamentvollen Chor der Kantorei St. Cyprian, welcher wiederum von Thorsten Ahlrichs einstudiert wurde.

So dirigierte Ahlrichs das Gesamtensemble leidenschaftlich und mit gewagten schnellen Tempi durch die Sätze, kammermusikalisch und sensibel, stets in hellwacher und konzentrierter Anspannung. Mit ebensolcher musikalischer Intensität veredelten die Gesangssolisten das Werk zu einer herausragenden Aufführung, der die volle Anerkennung des gesamten Publikums galt.

Im letzten Stück, Peteris Vasks „The fruit of silence“ für Chor und Streichorchester, hatten die hohen Stimmen des Chores schwere Aufgaben mit der Intonation dieser ruhigen choralen Musik zu bewältigen. Dem verklingenden Schlussakkord in hoffnungsgebendem Dur durfte endlich der hochverdiente und langanhaltende Applaus des beeindruckten Publikums folgen, welcher sowohl den Werken und den Vortragenden, als auch dem monumentalen Charakter dieser Veranstaltung gerecht wurde.

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