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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Bestattungskultur In Ganderkesee: Stiller Ort der Begegnung

30.09.2019

Ganderkesee Der Trend geht zum pflegeleichten, wenn nicht sogar zum pflegefreien Grab: Das wurde am Sonntagnachmittag bei der jährlichen Führung zum Tag des Friedhofs deutlich, die Pastorin Susanne Bruns zusammen mit Swenja Scherschanski von der Friedhofsverwaltung der ev.-luth. Kirchengemeinde Ganderkesee und Friedhofswärter Gerald Helmbold an der Urneburger Straße anbot. Die einleitenden Informationen für die rund 20 Besucher gab es diesmal wegen des anhaltenden Regens in der Kapelle.

Waren 1985 an der Urneburger Straße gerade einmal sechs Urnen beigesetzt worden, so waren es im vorigen Jahr 110. 86 Verstorbene wurden im Sarg beerdigt.

Die Friedhofsverwaltung trägt der Entwicklung Rechnung, indem sie regelmäßig neue Arten von Grabstätten ins Portfolio aufnimmt. Bereits ausgeschöpft ist aktuell die Möglichkeit, ein Urnengrab in einer Rasenfläche im Umfeld von vier Stelen zu erwerben, an denen Blätter mit den Namen und Lebensdaten der Verstorbenen angebracht werden.

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Erst zwei Jahre ist es her, dass diese Möglichkeit geschaffen wurde. „Wir erwarten gerade vier weitere Stelen“, berichtete Pastorin Bruns. Diese würden in Kürze durch die Firma Grabmale Lange aus Delmenhorst aufgestellt.

Ganz neu im Angebot ist eine Form der Urnenbeisetzung, die schon seit längerer Zeit nachgefragt sei: Doppelgräber. Vergleichsweise kleine Flächen, die individuell bepflanzt werden können, lässt die Friedhofsverwaltung mit einem kleinen Grabstein in Herz- oder Sternform belegen. „Darum kümmern wir uns komplett“, erklärte Swenja Scherschanski, nur die Pflege der kleinen Fläche neben dem Stein müssten die Angehörigen übernehmen.

Errichtet werden diese Doppelgräber dort, wo Wahlgrabstätten abgegeben werden, deren Nutzungsdauer eigentlich – anders als Reihengrabstätten – nach 30 Jahren beliebig oft verlängert werden könnte. Dass Grabstätten nach der Ruhezeit von 25 Jahren oder später aufgegeben würden, komme immer häufiger vor, so Pastorin Bruns.

Zu den jüngeren Grabstättenarten zählen auch Rasengräber für Urnen und Särge, bei denen für jeden Verstorbenen eine kleine Vase an einer gemeinschaftlichen Stele angebracht wird. Angeboten werden außerdem Wahlgrabstätten im Rasenfeld. Dort erhält jedes Grab eine eigene Sandstein-Stele. „Aber auch das konventionelle Grab gibt es noch und das wird es immer geben“, betonte Swenja Scherschanski. 9000 Grabstellen zählt der Friedhof an der Urneburger Straße insgesamt, verteilt über eine Fläche von 34 000 Quadratmetern.

Unabhängig von der Art der Grabstätte – das Anliegen dahinter ist das gleiche: „Menschen wünschen sich einen Ort der Trauer“, sagte Pastorin Susanne Bruns. Nicht selten werde der Friedhof zu einem Ort der Begegnung. „Auf unserem Friedhof haben sich auch schon neue Paare gefunden.“

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Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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